In einer kleinen Stadt an der Ostsee lebt der Schiffseigner Hans Kirch mit seiner Frau, dem 17-jährigen Sohn Heinz und der wesentlich jüngeren Tochter Lina. Kirch, vom Ehrgeiz besessen, will gesellschaftlich und geschäftlich hoch hinaus. Sohn Heinz soll einmal sein Werk fortsetzen. An dem Tag, als Heinz zur See fährt, um das Steuermannspatent zu erwerben, ist die Welt noch in Ordnung. Doch dann kommen Hans Kirch Gerüchte über eine unstandesgemäße Liebesbeziehung des Sohnes zu Ohren. Der Vater überwirft sich mit dem Sohn, Heinz verlässt die Heimat und es folgt eine lange Zeit des Schweigens. Als nach Jahren ein unfrankierter Brief von Heinz eintrifft, schickt ihn Hans Kirch ungelesen an den Absender zurück, denn er will das Porto nicht erstatten. Die Jahre vergehen. Die Mutter stirbt aus Gram über den Verlust des Sohnes. Lina, inzwischen zu einer hübschen junge Frau herangewachsen, heiratet Christian Marten, einen außerordentlich geschickten Geschäftsmann und in den Augen seines Schwiegervaters ein würdiger Nachfolger. 17 Jahre bleibt Heinz verschollen, bis man ihn in einer Hamburger Kneipe an Leib und Seele heruntergekommen findet. Hans Kirch holt den verlorenen Sohn heim, doch das Leben in der Fremde hat ihn sehr verändert. Es fällt Heinz schwer sich einzuleben. Dem Vater kann er nicht verzeihen, die Schwester scheint ihm fremd, der Schwager fürchtet in ihm den rechtmäßigen Erben. Lediglich Linas kleinem Sohn widmet er sich mit liebevoller Hingabe. Im Ort beginnt man bald zu munkeln, dass Heinz gar nicht Heinz, sondern ein Fremder sei. Als Lina eine Tätowierung bei ihm vermisst, zweifelt auch sie an seiner Identität. Innerlich zerrissen, landet Heinz in einer heruntergekommenen Kneipe und erkennt in der abgehärmten Bedienung seine Wieb wieder, die inzwischen mit dem Schankwirt verheiratet ist. Völlig betrunken kehrt Heinz nach Hause zurück und findet ein Geldkuvert vom Vater vor - eine Auszahlung für ihn, den unwillkommenen Gast. Heinz verlässt ein zweites Mal sein Elterhaus. Am kommenden Morgen beschwören Lina und Wieb den alten Kirch, Heinz zurückzuholen. Wieb trägt um ihren Hals den einzigen Beweis seiner tatsächlichen Existenz: einen kleinen Ring, einst ein Heiratsversprechen. Doch Hans Kirch bleibt hart. Im verzweifelten Festhalten an seinem Lebensziel verstößt er den Sohn ein weiteres Mal. Lieber will er an dessen Tod glauben.