Wien, November 1823. In die Stille der Nacht hinein ruft ein wie ein Gespenst herumirrender alter Mann: "Verzeih, Mozart, verzeih deinem Mörder!" Diese Worte spricht Antonio Salieri, der ehemals anerkannte Musiker und offizielle Hofkomponist unter Kaiser Joseph II. Nun, 32 Jahre nach dem Tod von Wolfgang Amadeus Mozart, lässt Salieri in Rückblenden seine Vergangenheit und die wichtigste Begegnung seines Lebens Revue passieren. Von Kindesbeinen an hat Salieri sich ganz in den Dienst Gottes gestellt und sich dazu verpflichtet, ihn mit seiner Musik zu ehren. Als Belohnung für die großen Mühen fordert er ewigen Ruhm. Kaiser Joseph II., der sein Talent anerkennt, lässt ihm die höchsten Ehren zuteilwerden. Doch im Jahr 1781 kommt ein junger Mann nach Wien, dem der schmeichlerische Ruf vorauseilt, er sei der größte Komponist des Jahrhunderts: Wolfgang Amadeus Mozart. Salieris Neid ist bereits bei ihrer ersten Begegnung entfacht, als sich der junge Mozart anmaßt, ein Stück von ihm zu verbessern und damit seine Überlegenheit zu demonstrieren. Der junge Mozart genießt trotz seines arroganten Benehmens wegen seines musikalisches Talents höchste Anerkennung, auch die des Kaisers Joseph II. Selbst Salieri kann seine heimliche Bewunderung für das herausragende Genie nicht unterdrücken. Dennoch ist für ihn das Auftauchen Mozarts in seinem Leben eine gottgewollte Ungerechtigkeit. Salieri, der Mozart als Bedrohung für seine eigene Karriere empfindet, beschließt sein Schicksal in die Hand zu nehmen und den Widersacher in den Tod zu treiben ...