Der junge Janus wird aus der Psychiatrie entlassen und hat nur ein Ziel: Amina zu finden, eine ehemalige Klassenkameradin, die ihm die ganzen Monate hinweg Briefe schrieb - bis in den letzten Wochen keine Post mehr ankam und Janus fast wahnsinnig wurde vor Enttäuschung und Einsamkeit. Sofort macht er sich auf die Suche nach ihr, doch die junge Frau scheint wie vom Erdboden verschluckt. Als er ihre alte Adresse ausfindig macht, verhindern Sprachbarrieren eine Unterhaltung mit Aminas türkischer Mutter, die ihn aber unmissverständlich auffordert zu gehen. Janus sucht weiter, doch seine Psychose kehrt zurück und gewinnt mehr und mehr die Oberhand - die letzten Tabletten hat er schon lange verkauft. Im Laufe der Tage drängen sich nun Paranoia und Halluzinationen. Der Gedanke an Amina scheint die einzige Orientierung in der psychotischen Dunkelheit, in die Janus immer tiefer versinkt. Bereits völlig am Ende kommt er bei Astrid unter, ebenfalls eine ehemalige Patientin der geschlossenen Station. Sie verbringen die Nacht miteinander, doch bald macht sich Janus aus dem Staub, immer noch getrieben von dem Wunsch, Amina zu finden. Von deren Schwester erfährt er schließlich, dass Amina gegen ihren Willen verheiratet werden sollte und deshalb von zu Hause abgehauen ist. Sie lebt jetzt mit einem Mann zusammen und hat den Kontakt zur Familie abgebrochen - Janus ist mehr denn je davon überzeugt, dass er Amina aus einer Notlage befreien muss. Während ihm die Realität immer mehr entgleitet, sucht er weiter nach der Autorin der rettenden Briefe. Als er sie schließlich findet, muss er sich einer Erkenntnis stellen, die seine Vorstellungskraft übersteigt ...