Frankreich, 1656: Die Familie der stolzen Adeligen Angélique ist verarmt; gegen ihren Willen soll sie die Frau des reichen, viel älteren Grafen Joffrey de Peyrac werden, um den Familienbesitz zu retten. Trotz ihres Protestes fügt sich die rebellische Tochter dem väterlichen Arrangement, aber ihren Körper will sie diesem "hinkenden Teufel" nicht verkaufen. Dass beim Adel Hochzeiten keine Sache des Herzens, sondern ein Geschäft sind, akzeptiert sie widerwillig. Nie hätte sie jedoch gedacht, dass der verhasste Mann ein kluger Freigeist ist, ein Gelehrter, unabhängig, einfühlsam und ein guter Liebhaber. Joffrey wird ihre große Liebe - doch ihnen wird ihr Glück nicht vergönnt. Einfluss und Macht des Grafen sind den Neidern am Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV. zu groß geworden. Sie spinnen eine Intrige, gegen die der Graf keine Chance hat. Er wird verdächtigt, einen Anschlag auf den König geplant zu haben, und landet in der Bastille. Mit unbändigem Kampfeswillen versucht Angélique, ihn zu retten, obwohl sie selbst in größter Gefahr schwebt: Als Kind war sie zufällig Zeugin eines Komplotts gegen den König. Den Beweis, einen Stapel Briefe, hat sie gut versteckt - und die Verschwörer von damals werden nicht aufgeben, sie zu jagen. In diesem Geflecht aus Spionen, Falschspielern und Intriganten weiß Angélique nicht mehr, wer auf ihrer Seite ist und wem sie trauen kann. Ein guter Verbündeter wird jedoch der Advokat Desgrez. In einer abenteuerlichen Flucht gelingt es Angélique, ihr Leben zu retten. Alles andere hat sie verloren: Sie hat kein Geld mehr, keine Familie, nicht einmal ihren Namen darf sie nennen. Sie tarnt sich und taucht ab in die Pariser Unterwelt zu Nicolas, dem König der Diebe. Doch den erbitterten Kampf um Joffrey gibt sie nicht auf.