Archäologie 2.0

  • Kay Kohlmeyer vor dem virtuellen Tempel des Wettergottes in Aleppo Vergrößern
    Kay Kohlmeyer vor dem virtuellen Tempel des Wettergottes in Aleppo
    Fotoquelle: RB
  • Der virtuelle Tempel von Aleppo, dessen Original in Syrien mittlerweile schwer beschädigt ist Vergrößern
    Der virtuelle Tempel von Aleppo, dessen Original in Syrien mittlerweile schwer beschädigt ist
    Fotoquelle: RB
  • Ruth Beusing (li.) und Roseanne Schot (re.) am Sondengerät. Statt mit der Schaufel und haarfeinem Pinsel sind Archäologen heutzutage mit modernster Technik unterwegs. Vergrößern
    Ruth Beusing (li.) und Roseanne Schot (re.) am Sondengerät. Statt mit der Schaufel und haarfeinem Pinsel sind Archäologen heutzutage mit modernster Technik unterwegs.
    Fotoquelle: RB
Report, Archäologie
Archäologie 2.0

Infos
Online verfügbar von 16/06 bis 23/06
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2017
arte
Sa., 16.06.
22:40 - 23:30
Mit Hightech auf Spurensuche


Statt mit Schaufel und haarfeinem Pinsel sind die Archäologen heutzutage mit moderner Technik unterwegs. Geophysikalische Methoden haben einen enormen Zuwachs an Wissen gebracht. Sie sind ein Gewinn für die Wissenschaft. Archäologen haben so, ohne einen Spatenstich, Tausende neue Fundstellen entdeckt. Dabei stammen diese Methoden gar nicht aus der Altertumsforschung, sondern aus dem militärischen Bereich. Ursprünglich sollten mit dieser Technologie, mit Hilfe der Geomagnetik, eigentlich feindliche U-Boote aufgespürt werden - in der Archäologie wiederum machen sie Mauern, Gräben und Gräber im Boden sichtbar. Die Dokumentation begleitet Teams von Archäologen auf ihrer Reise in die virtuelle Vergangenheit. In Irland suchen irische und deutsche Wissenschaftler nach den sagenumwobenen Ringwallanlagen und jungsteinzeitlichen Hügelgräbern. Im hessischen Glauberg macht die geophysikalische Prospektion verborgene Prozessionsstraßen sichtbar. Schiffsarchäologen aus Bremerhaven nutzen digitale Technik, um Schiffswracks zu erfassen. In Berlin entwickeln Archäologen gemeinsam mit Game-Designern Projekte. Die Datenmengen, die sie einsammeln, sind nämlich manchmal so groß, dass nur noch Spieleentwickler mit ihnen umgehen können. So entstand auch die virtuelle Kopie eines Tempels in Aleppo. Die Berliner hatten ihn in noch friedlichen Zeiten millimetergenau gescannt, nicht ahnend, wie wichtig diese Daten einmal werden würden. Inzwischen ist der Tempel schwer beschädigt. Dank der Scannerdaten ist der Tempel des Wettergottes in Aleppo wenigstens virtuell noch vorhanden.


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