Den Südwesten durchziehen viele Ferienstraßen mit beeindruckenden Landschaften entlang vieler Sehenswürdigkeiten. Manche davon sind traditionsreiche Strecken, die schon in den 1950er Jahren die Touristinnen und Touristen anzogen - andere sind erst in jüngerer Zeit entstanden. Der Film geht auf Spurensuche und trifft Menschen, die an der Straße leben, arbeiten oder sie durchfahren. Historische Filmaufnahmen erzählen, wie es dort früher aussah. So entsteht ein modernes Roadmovie mit nostalgischen Rückblicken entlang der Ferienstraßen im Südwesten. Es ist eine Region, die schon immer Tüftler hervorgebracht hat. Daraus ist eine Tradition der Feinmechanik und Uhrenherstellung entstanden, die bis heute entlang der Uhrenstraße lebendig ist. So auch in Schramberg. Hier war früher die Firma Junghans der größte Uhrenproduzent weltweit. In der alten Junghans-Villa werden heute wieder mechanische Uhren gebaut: Markus Lehmann hat - ganz gegen den Trend - mit seinen Einzelstücken "Made in Schwarzwald" großen Erfolg. In Triberg widmet sich der 45-jährige Oliver Zinapold einem traditionellen Schwarzwaldhandwerk: Er ist einer der letzten Schnitzer von echten Kuckucksuhren. Ralf Schuler druckt in Furtwangen Schwarzwaldmotive auf T- Shirts. Der Schriftzug "Uhrensohn" ist zwar ein bisschen missverständlich, aber legitim. Denn sein Großvater war Uhrenhändler. Damals trug er seine Ware noch in einer Kiepe über die Schwarzwaldhöhen zu den Kunden im Tal. Manfred Molicki hat in Königsfeld die "Eigenzeit" eingeführt hat und plädiert für ein Umdenken in einer von Zeitdruck geprägten Stressgesellschaft. Auf dieser Ferienstraße ticken die Uhren mitunter auch langsamer. Beispielsweise, wenn hier der Metzger noch übers Land fährt. Die Kundschaft erwartet ihn sehnsüchtig. Nicht nur wegen seiner guten Wurst, sondern auch, weil er zum Treffpunkt fürs Dorf geworden ist, inklusive Zeit zum Schwatz. Immer wieder zeigt der Film auch Bilder aus vergangenen Zeiten. Seltene historische Filmaufnahmen dokumentieren, wie das Leben hier früher war, als die Uhrenindustrie noch in voller Blüte stand, der Landarzt die Bauern auf den Höfen besuchte oder die Kinder mit den Skiern zur Schule mussten.