Der dritte Teil der Langzeitdokumentation über eine Waldorfschulklasse im bayerischen Landsberg am Lech begleitet die Schülerinnen und Schüler in der siebten und achten Klasse. Inzwischen sind alle mitten in der Pubertät. Sie gehen auf Distanz zur vertrauten Klassenlehrerin, suchen die Begegnung auf Augenhöhe. Mit beeindruckender Klarheit reflektieren die Jugendlichen vor der Kamera, was sie zum Lernen brauchen. Tragende Beziehungen, echtes Interesse, persönliche Freiheit, ausreichend Zeit. In berührenden Rückblenden macht Maria Knilli sichtbar, wie sich die Fähigkeiten der Schüler über acht Jahre entfaltet haben. Im Unterricht wird der Übergang in die Oberstufe vorbereitet. Jeder gestaltet eigenverantwortlich eine handwerkliche, künstlerische oder soziale Projektarbeit: welche Vielfalt! Jeder arbeitet eine Woche in der Schulküche mit. Das bringt Lebenspraxis. Auf der großen Schulbühne wird ein Shakespeare-Stück einstudiert. Jeder spielt eine Rolle. Und gemeinsam mit ihrer Lehrerin kommt die Klasse endlich am Ziel ihres in der ersten Klasse begonnenen Fußweges über die Alpen an - in Venedig.