196 Tage verbrachte die Besatzung der ISS-Expedition 50-51, der auch der Franzose Thomas Pesquet angehörte, an Bord der Internationalen Raumstation . Dort bereiteten sich die Astronauten für die Zukunft vor - also für jenen Moment, in dem die Menschheit ihren Heimatplaneten verlassen wird, um den Mars oder die weiter entfernten Monden von Jupiter sowie Saturn zu erobern. Eine solche jahrelange Reise würde durch die feindlichste Umgebung überhaupt führen: das Vakuum des Weltraums. In dem Dokumentarfilm beschreibt Thomas Pesquet, was die Raumfahrer auf der Suche nach neuen Welten im Alltag erwarten würde. Pesquet und die übrigen ISS-Crewmitglieder fungieren in ihrer Weltraumforschung abwechselnd als Versuchsleiter und Testpersonen. Ihr Forschungsbereich verbindet viele wissenschaftliche Fachgebiete; ihr zentrales Anliegen ist nichts Geringeres als die Bewahrung der gefährdeten Menschheit. Tatsächlich hat die Hälfte der Experimente, die an Bord der ISS durchgeführt werden, mit dem menschlichen Überleben im Weltall zu tun. Am Boden beschäftigen sich Forschungslabors auf der ganzen Welt mit den physiologischen Problemen, die mit dem Leben in der Schwerelosigkeit verbunden sind. Parallel dazu führen die Raumfahrtagenturen unter sehr realistischen Bedingungen Isolationsversuche durch, um herauszufinden, welche Eigenschaften die Raumfahrer mitbringen müssen. Psychische Probleme - bei sehr langen Flügen unvermeidlich - sind selbst für optimal vorbereitete Missionen ein großes Risiko. Europäer, Russen und Amerikaner arbeiten auch bei den technischen Aspekten interplanetarer Reisen zusammen. Verbesserung des Antriebs von Raumfahrzeugen, Recycling von Abfällen und vollständige Autonomie, Schutz der Raumfahrer vor kosmischer Strahlung, die Entwicklung von ergonomischen Raumanzügen oder Mensch-Roboter-Schnittstellen gehören zu den bereits recht weit fortgeschrittenen Fragestellungen, die auf der ISS untersucht wurden. In den sechs Monaten, in denen Thomas Pesquet und seine Kollegen in 400 Kilometer Entfernung um die Erde gekreist sind, haben sie viele Erkenntnisse darüber gewonnen, welche Hürden auf zukünftigen interplanetaren Flügen auftauchen können. Werden die Wissenschaftler diese Hindernisse meistern, um endlich den Weg zu neuen Welten zu ebnen?