Aufbruch zur Wildnis - der Nationalpark Kalkalpen

  • Totes Gebirge Richtung Nationalpark Kalkalpen. Vergrößern
    Totes Gebirge Richtung Nationalpark Kalkalpen.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Luchs-Mutter putzt ihr Junges. Vergrößern
    Luchs-Mutter putzt ihr Junges.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Nagelfleck (Aglia Tau). Vergrößern
    Nagelfleck (Aglia Tau).
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Totholzverjüngung. Vergrößern
    Totholzverjüngung.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Gelbhalsmaus (Apodemus flavicollis). Vergrößern
    Gelbhalsmaus (Apodemus flavicollis).
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  • Sperlingskauz (Glaucidium passerinum). Vergrößern
    Sperlingskauz (Glaucidium passerinum).
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Reichraminger Hintergebirge (Oberösterreich). Vergrößern
    Reichraminger Hintergebirge (Oberösterreich).
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Luchs (Lynx) im Wald. Vergrößern
    Luchs (Lynx) im Wald.
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  • Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos). Vergrößern
    Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos).
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  • Luchs-Nachwuchs. Vergrößern
    Luchs-Nachwuchs.
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Natur+Reisen, Landschaftsbild
Aufbruch zur Wildnis - der Nationalpark Kalkalpen

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ARD
Mo., 20.02.
20:15 - 21:00
Nationalpark Kalkalpen


Der Wald ist viel mehr als bisher gedacht - das zeigt die neue Dokumentation "Zurück zum Urwald - Nationalpark Kalkalpen" der preisgekrönten Filmemacher Rita und Michael Schlamberger. Ihre neue Produktion porträtiert das größte Verwilderungsgebiet der Alpen, das sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem wildromantischen Urwald entwickelt hat.

In diesem riesigen, unberührten Gebiet, in dem der Mensch die Natur Natur sein lässt, kommunizieren Bäume untereinander, streifen Luchse majestätisch anmutend am Waldboden und springen Gelbhalsmäuse zehn Mal so weit wie sie lang sind. Dabei hatten die Kalkalpen vor nicht allzu langer Zeit ein gänzlich anderes Erscheinungsbild.

Erst im Jahr 1997 wurden das Sengsengebirge und das Reichraminger Hintergebirge als Nationalpark Kalkalpen unter strengen Schutz gestellt. Gleichzeitig mit einer mutigen Entscheidung: Fortan sollte das Bewirtschaften des Waldes den natürlichen dynamischen Prozessen überlassen sein. Nicht wenige Experten warnten damals vor diesem Schritt und befürchteten eine Verwesung des Waldes.

Heute, fast 20 Jahre später, ist klar, dass alle Zweifel unberechtigt waren. Das deutlichste Symbol dafür ist die Wiederkehr der Luchse. Nachdem ein Vorbote für die zukünftige Erfolgsgeschichte schon 1998 in den Nationalpark gekommen war, wurden 2011 Luchse aus der Schweiz angesiedelt. Schon ein Jahr später gab es den ersten Nachwuchs. Der einzige Feind, den die erste Luchspopulation in den Alpen seit ihrer Ausrottung vor 115 Jahren noch hat, ist der Mensch. Denn der sieht den Luchs nicht selten als Trophäe.

Doch das mächtigste Symbol der Kalkalpen ist letztlich der Baum. Seit über 350 Millionen Jahre haben sich Bäume zu perfekt angepassten Lebewesen entwickelt, zu pflanzlichen Genies, die in einem hochkomplexen Verbund den Organismus Wald bilden. Bäume sind Teil der wohl größten Gemeinschaftsarbeit in der Geschichte des Lebens - sie arbeiten Hand in Hand mit den Pilzen. Denn Myriaden von Pilzen zersetzen und verarbeiten das Totholz. Verborgen im Untergrund führen die Pilze ein finsteres Dasein. Irgendwann bahnen sie sich ihren Weg an die Oberfläche und spannen dort energisch ihre Schirme auf.

Für "Zurück zum Urwald - Nationalpark Kalkalpen" haben Rita und Michael Schlamberger über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren das Geheimnis des unberührten Urwalds in den Kalkalpen mit der neuesten Kameratechnik eingefangen. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Kalkalpen und den Österreichischen Bundesforsten, mit Unterstützung des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich, dem Land Oberösterreich und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums.



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