Der Filmemacher und Künstler Hazem Alhamwi beschreibt in seinem Film die Ursprünge und Auslöser des syrischen Bürgerkriegs, er schildert das Erziehungssystem, den Herrscherkult, den alltäglichen Terror. In der Kunst findet Hazem ein Ventil, all das zu verarbeiten: Eingeschlossen in seinem Zimmer malt er wie ein Berserker und drückt mit seinen Zeichnungen aus, wie die Angst bis in die Poren aller Nachbarn und Freunde eindringt. Er spricht in seinem Film mit Weggefährten und Verwandten, Künstler und Kreative wie er, die oft jahrelang im Gefängnis waren und sich offen vor der Kamera über die Grausamkeiten des Systems äußern. Andere, die während seiner ersten Drehzeit 2011 noch offen zu sprechen wagten, haben in der Zwischenzeit zu viel Angst vor Repressionen bekommen. Sie hat Hazem in seinem Malstil mit Masken unkenntlich gemacht, um sie zu schützen. Hazem Alhamwi lebt inzwischen im Exil. Sein Film hatte auf dem Festival DOK Leipzig Premiere und wurde seitdem zu vielen Festivals auch im arabischen Raum eingeladen. Ein eindrucksvolles und bedrückendes Porträt des Bürgerkriegs in Syrien und seiner Auswirkungen auf jeden Einzelnen.