"Ausbruch aus dem Tempel - China tanzt" erzählt die miteinander verwobenen Geschichten dreier Protagonisten aus der Welt des modernen Tanzes, die im modernen China nach ihren eigenen Wegen suchen - sowohl künstlerisch als auch persönlich. Mehr als zwei Jahre lang begleitet der Dokumentarfilm die kreativen Avantgardisten bei den Proben zu einem neuen Stück und zeigt in einer sehr poetischen und ästhetischen Bildsprache ihre Niederlagen und ihre Triumphe. So bietet er Einblicke in eine bisher unbekannte Seite der chinesischen Gesellschaft. Tänzer und Choreograph Zhao Liang sucht nach einem Sinn im schnelllebigen Kapitalismus des modernen Chinas. Er ist verschuldet und weiß, sein neues Stück muss ein Erfolg werden. Ansonsten möchte er sein Leben als buddhistischer Mönch fortsetzen. Der Tänzer Qiu Qiu kämpft mit dem übergroßen Schatten seines Großvaters, der als Meister der Peking-Oper gilt. Qiu Qiu steht im Spannungsfeld zwischen den Erwartungen seiner Familie und seiner eigenen künstlerischen Berufung. Die Tänzerin Li Nan wiederum fühlt sich zerrissen zwischen den Anforderungen, die sie als Mutter und Ehefrau zu erfüllen hat, und ihrem Wunsch nach künstlerischer Selbstverwirklichung. Die Herausforderungen der drei Tänzer verdichten sich zum Höhepunkt des Films: der Aufführung des gleichnamigen Stücks "Ausbruch aus dem Tempel", bei dem sich auf einzigartige Weise Kunst und Schönheit mit dem Alltag im gegenwärtigen China vermischen. Die bildstarke Dokumentation feiert den modernen Tanz und bietet spannende Inneneinsichten in die heutige chinesische Gesellschaft - zwischen Tradition und Moderne.