Felix Mendelssohn Bartholdy komponierte für die Vierhundertjahrfeier der Erfindung der Buchdruckerkunst in Leipzig im Jahr 1840 seine 2. Sinfonie, eine Sinfoniekantate nach Worten der Heiligen Schrift mit dem Untertitel "Lobgesang". Das Werk, das aus drei symphonischen Sätzen und einem großen mehrteiligen Vokalfinale besteht, ist Ausdruck der tiefen Frömmigkeit Mendelssohns. Es ist Beleg für seine Auseinandersetzung mit der Vokalmusik Händels und mit Ludwig van Beethovens Kompositionsmodell der 9. Sinfonie. Und schließlich ist es auch eine Huldigung der Buchdruckerkunst, in der Mendelssohn den Sieg des menschlichen Geistes über die Finsternis der Unbildung sah.