Bata, ein Schuhmacher erobert die Welt

  • Alex Mutua Masika lebt davon, dass er Schuhe aus alten Reifen herstellt und diese auf Nairobis Straßen verkauft. Seine Verkaufsstrategie: den Schuhen lustige Namen geben. Dieses Modell heißt "Königin Elizabeth". Vergrößern
    Alex Mutua Masika lebt davon, dass er Schuhe aus alten Reifen herstellt und diese auf Nairobis Straßen verkauft. Seine Verkaufsstrategie: den Schuhen lustige Namen geben. Dieses Modell heißt "Königin Elizabeth".
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  • Der Beruf des Schusters hat auch in Indien seit Jahrhunderten Tradition, erklärt Arun Satpute, Chef einer Schuhmacherei in der Stadt Kolhapur. Vergrößern
    Der Beruf des Schusters hat auch in Indien seit Jahrhunderten Tradition, erklärt Arun Satpute, Chef einer Schuhmacherei in der Stadt Kolhapur.
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  • Tomas Bata ? Unternehmerpatriarch, Utopist, Gründer von Arbeitersiedlungen und Pionier der Globalisierung ? hat der ganzen Welt Schuhe beschert. Vergrößern
    Tomas Bata ? Unternehmerpatriarch, Utopist, Gründer von Arbeitersiedlungen und Pionier der Globalisierung ? hat der ganzen Welt Schuhe beschert.
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  • Qualitätskontrolle in der Fabrik in Batanagar, Indien Vergrößern
    Qualitätskontrolle in der Fabrik in Batanagar, Indien
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  • Hingabe, Willenskraft, Ehrlichkeit ? diese Werte hat Miguel Borrao (hi.) in seiner Zeit als Schuhmacher für Bata in Brasilien gelernt. (im Vordergrund: eine Kundin beim Anprobieren von Schuhen) Vergrößern
    Hingabe, Willenskraft, Ehrlichkeit ? diese Werte hat Miguel Borrao (hi.) in seiner Zeit als Schuhmacher für Bata in Brasilien gelernt. (im Vordergrund: eine Kundin beim Anprobieren von Schuhen)
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  • Arbeiter beim Verlassen des Bata-Werks in Indien. Nur ein einziger Uhrmacher weiß, wie man die große Mutteruhr über dem Eingang instand hält. Von deren Funktionieren hängt das gesamte System in der Fabrik ab. Vergrößern
    Arbeiter beim Verlassen des Bata-Werks in Indien. Nur ein einziger Uhrmacher weiß, wie man die große Mutteruhr über dem Eingang instand hält. Von deren Funktionieren hängt das gesamte System in der Fabrik ab.
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  • Esther Kute arbeitet als Designerin bei Bata in der kenianischen Stadt Limuru. Vergrößern
    Esther Kute arbeitet als Designerin bei Bata in der kenianischen Stadt Limuru.
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Report, Dokumentation
Bata, ein Schuhmacher erobert die Welt

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 11/12 bis 10/01
Produktionsland
Frankreich / Tschechische Republik
Produktionsdatum
2018
arte
Di., 11.12.
23:30 - 00:40


Im späten 19. Jahrhundert gründete der Schuster Tomas Bata in Zlin, im heutigen Tschechien, den ersten multinationalen Konzern. Die ganze Welt sollte seine Schuhe tragen! Bata pflegte einen paternalistisch-kapitalistischen Führungsstil, der in Indien, Afrika und Südamerika noch heute sehr verbreitet ist. Sein Erfolgsrezept: hochwertige Schuhe und zufriedene Arbeiter! Er wusste, wie hart die Arbeit seiner Angestellten war. Er schätzte ihr Fachwissen und beteiligte sie am Gewinn, machte sich Gedanken um Arbeitsbedingungen und -umfeld, erwartete aber auch höchsten Einsatz. 1928 war er der weltweit größte Schuhexporteur - doch das reichte ihm nicht ... "Bewegung ist Leben, Stillstand ist Tod", so lautete seine Devise. Sein Geist war immer wach, er setzte sich hohe Ziele und handelte oft exzessiv. 1932 starb Tomas Bata bei einem Flugzeugabsturz. Sein Bruder Jan Antonin übernahm die Geschäfte. Inspiriert von den Ideen Henry Fords, entwickelte er die Schuhproduktion am Fließband und baute für die Angestellten avantgardistische Industriestädte mit Schulen, Ausbildungsstätten und Sportanlagen. Seine Unternehmenspolitik distanzierte sich bewusst von den herrschenden Ideologien der Zeit (Kommunismus, Faschismus, Anarchismus), bekannte sich aber zu einer globalkapitalistisch-paternalistischen Vision, die den Bata-Angestellten zwar gewisse Privilegien verschaffte, sie aber auch unter ständigen Produktivitätszwang stellte. Wo verläuft die Grenze zwischen Utopie und Totalitarismus? Wie weit darf man in seinem Ehrgeiz gehen?


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