Baukunst

  • Im Erdgeschoss der Grabkammer finden sich sechzehn Jalis: Eine Jali ist eine durchbrochene steinerne Struktur in einem geometrischen Muster. Vergrößern
    Im Erdgeschoss der Grabkammer finden sich sechzehn Jalis: Eine Jali ist eine durchbrochene steinerne Struktur in einem geometrischen Muster.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Das Mausoleum "Itimad ud-Daula" im nordindischen Agra wurde zwischen 1622 und 1628 im Auftrag von Nur Jahan, der Gattin des Mogulherrschers Jahangir, für ihren Vater errichtet. Vergrößern
    Das Mausoleum "Itimad ud-Daula" im nordindischen Agra wurde zwischen 1622 und 1628 im Auftrag von Nur Jahan, der Gattin des Mogulherrschers Jahangir, für ihren Vater errichtet.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Das Mausoleum wirkt nur von Weitem gesehen weiß. Aus der Nähe betrachtet finden sich auf allen Außenflächen Intarsien aus Halbedelsteinen. Vergrößern
    Das Mausoleum wirkt nur von Weitem gesehen weiß. Aus der Nähe betrachtet finden sich auf allen Außenflächen Intarsien aus Halbedelsteinen.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Während die Pavillons der äußeren Mauer rot sind, besteht das Mausoleum aus weißem Marmor. Vergrößern
    Während die Pavillons der äußeren Mauer rot sind, besteht das Mausoleum aus weißem Marmor.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Im oberen Stockwerk der Grabkammer steht ein Pavillon, dessen einziger Raum zwei Kenotaphe aus wei§em Marmor birgt. Es handelt sich um Dubletten der Kenotaphe von Itimad ud-Daula und seiner Frau Asmat Begum. Vergrößern
    Im oberen Stockwerk der Grabkammer steht ein Pavillon, dessen einziger Raum zwei Kenotaphe aus wei§em Marmor birgt. Es handelt sich um Dubletten der Kenotaphe von Itimad ud-Daula und seiner Frau Asmat Begum.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Im Erdgeschoss der Grabkammer fŠllt das Licht durch die vier persischen Bšgen und anstelle von Fenstern gibt es hier sechzehn Jalis. Vergrößern
    Im Erdgeschoss der Grabkammer fŠllt das Licht durch die vier persischen Bšgen und anstelle von Fenstern gibt es hier sechzehn Jalis.
    Fotoquelle: ARTE France
Report, Architektur
Baukunst

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 23/03 bis 31/03
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2015
arte
So., 24.03.
03:20 - 03:50
Das Itimad-ud-Daula


Im Mittelpunkt der Dokumentarreihe stehen vor allem Gebäude der architektonischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Analysiert werden die Bauwerke unter ästhetischen, technischen und ökonomischen Blickwinkeln.
Das Mausoleum Itimad ud-Daula im nordindischen Agra wurde zwischen 1622 und 1628 im Auftrag von Nur Jahan, der Gattin des Mogulherrschers Jahangir, für ihren Vater errichtet. Das monumentale, quadratische Grabmal aus weißem Marmor liegt inmitten einer viereckigen Gartenanlage am Fluss Yamuna und war ursprünglich als Ort der Besinnung für Familie und Freunde gedacht.
Während die Pavillons der äußeren Mauer rot sind, besteht das Mausoleum aus weißem Marmor. Dies stellte einen Bruch mit der Tradition dar, denn weißer Marmor war bis dahin den Gräbern der Heiligen vorbehalten gewesen. Die Achsen der vier Pavillons entlang der Gartenmauer schneiden sich in der Mitte des Mausoleums und erzeugen somit eine doppelte Symmetrieachse - im Mogulreich ein Symbol für Kraft, durch die Gleichgewicht und Harmonie entstehen.
Der weiße Marmor, mit dem das massive Ziegelsteinmonument verkleidet ist, ist auf allen Außenseiten mit Halbedelsteinen verziert. Sterne, Dreiecke, Trapeze und Sechsecke sind mit der "parchiri kiri"-Technik in den Marmor eingelassen und lassen die große Fassade wie ein großes Puzzle wirken. Ebenso faszinierend sind die 16 Jalis - steinerne, geometrische Fensterstrukturen, die die Wände des Mausoleums in sanft gemustertes Sonnenlicht hüllen.
Außergewöhnliche sind auch die zwei Grabkammern des Mausoleums, eine im Inneren und eine zweite, lichtdurchflutete Ausführung der selbigen auf der Terrasse direkt darüber. Die Errichtung eines Bauwerks über einem bestatteten Leichnam war schon damals kontrovers und beschäftigte die gesamte islamische Welt.
Die dekorativen Malereien im Inneren des Gebäudes bilden Themen aus Persien, China und sogar Europa ab und gelten als Beweis für die Toleranz, die Mogul Jahangir gegenüber allen Religionen walten ließ.


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