Berlin Berlin

  • Bestechungsgelder im Bundesliga-Skandal, 1971. Vergrößern
    Bestechungsgelder im Bundesliga-Skandal, 1971.
    Fotoquelle: ZDF/©rbb2018
  • Aufruf zum S-Bahn-Boykott , 1961. Vergrößern
    Aufruf zum S-Bahn-Boykott , 1961.
    Fotoquelle: ZDF/©rbb2018
  • Entführungsopfer Dr. Walter Linse, 1952. Vergrößern
    Entführungsopfer Dr. Walter Linse, 1952.
    Fotoquelle: ZDF/©rbb2018
Report, Dokumentation
Berlin Berlin

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFinfo
Do., 18.10.
22:25 - 23:10
Skandale, Lügen, Schimpf und Schande


Berlin 1918: Der Erste Weltkrieg ist verloren. Der Kaiser hat abgedankt. Berlin ist Hauptstadt der "Weimarer Republik". Bisher gab es kaum Skandale. Nun sorgen Rechte wie Linke für Schlagzeilen. Am 11. Februar 1919 wird der Sozialdemokrat Friedrich Ebert von der Nationalversammlung zum ersten Reichspräsidenten gewählt. Noch nicht vereidigt, geht ein "kompromittierendes" Foto an die "Deutsche Tageszeitung". Der Politiker halb nackt beim Baden. Damals gilt für Männer eigentlich der züchtige Einteiler. Für die Presse der jungen Republik ein gefundenes Fressen. Sommer 1945: Der Zweite Weltkrieg ist verloren, Berlin weitgehend zerstört. Die vier Siegermächte teilen Deutschland und Berlin unter sich in Sektoren auf. Schilder, Stacheldrähte und Sperren markieren die Grenzen. Die Spaltung der Stadt in einen West- und einen Ostteil wird immer spürbarer. Berlin wird so zum Brennpunkt des beginnenden Kalten Krieges. Eine neue Angst geht um. Verschleppungen und Entführungen in den Ostteil werden bald alltäglich. Es trifft DDR-Flüchtlinge, Regimegegner, abtrünnige Stasi-Mitarbeiter oder West-Spione. 1966 wird in Ost-Berlin ein Filmverbot zum Skandal. In "Spur der Steine" spielt Manfred Krug einen Brigadier, der wenig von der Planwirtschaft der DDR hält. Mit dem Kahlschlag-Plenum der SED wird der Film auf den Index gesetzt. Vorwurf: Verunglimpfung des Staatsapparates. Kurz nach seiner Premiere wird der Film "wegen antisozialistischer Tendenzen" aus den Kinos genommen. Erst mit der Wende kommt "Spur der Steine" am 23. November 1989 wieder in die Kinos.
Berlin, 1918: Der Erste Weltkrieg ist verloren. Der Kaiser hat abgedankt. Berlin ist Hauptstadt der "Weimarer Republik". Bisher gab es kaum Skandale. Nun sorgen Rechte wie Linke für Schlagzeilen. Am 11. Februar 1919 wird der Sozialdemokrat Friedrich Ebert von der Nationalversammlung zum ersten Reichspräsidenten gewählt. Noch nicht vereidigt, geht ein "kompromittierendes" Foto an die "Deutsche Tageszeitung". Der Politiker halb nackt beim Baden. Damals gilt für Männer eigentlich der züchtige Einteiler. Für die Presse der jungen Republik ein gefundenes Fressen. Sommer 1945: Der Zweite Weltkrieg ist verloren, Berlin weitgehend zerstört. Die vier Siegermächte teilen Deutschland und Berlin unter sich in Sektoren auf. Schilder, Stacheldrähte und Sperren markieren die Grenzen. Die Spaltung der Stadt in einen West- und einen Ostteil wird immer spürbarer. Berlin wird so zum Brennpunkt des beginnenden Kalten Krieges. Eine neue Angst geht um. Verschleppungen und Entführungen in den Ostteil werden bald alltäglich. Es trifft DDR-Flüchtlinge, Regimegegner, abtrünnige Stasi-Mitarbeiter oder West-Spione. 1966 wird in Ost-Berlin ein Filmverbot zum Skandal. In "Spur der Steine" spielt Manfred Krug einen Brigadier, der wenig von der Planwirtschaft der DDR hält. Mit dem Kahlschlag-Plenum der SED wird der Film auf den Index gesetzt. Vorwurf: Verunglimpfung des Staatsapparates. Kurz nach seiner Premiere wird der Film "wegen antisozialistischer Tendenzen" aus den Kinos genommen. Erst mit der Wende kommt "Spur der Steine" am 23. November 1989 wieder in die Kinos.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

DMAX Die Schatzsucher - Expedition zum Millionenwrack

Die Schatzsucher - Expedition zum Millionenwrack - Wrack 'Danny'(Turning Lead Into Gold)

Report | 20.10.2018 | 21:15 - 22:10 Uhr (noch 13 Min.)
/500
Lesermeinung
HR Die Museumsbahn "Kuckucksbähnel" fährt vor allem an Wochenenden zwischen Neustadt an der Weinstraße und Elmstein hin und her.

Museumsdampf im Südwesten

Report | 20.10.2018 | 21:45 - 23:15 Uhr (noch 78 Min.)
/500
Lesermeinung
arte Hat der französische Zementkonzern Lafarge Geld an den IS gezahlt, um sein Werk in der syrischen Stadt Jalabiyeh zu schützen?

Milliarden für den Terror

Report | 21.10.2018 | 01:55 - 03:00 Uhr
/500
Lesermeinung
News
"Ich glaube, es muss nicht in jedem Film darum gehen, einen großen Spannungsbogen zu erzeugen", sagt Frederick Lau.

Schauspieler Frederick Lau spricht im Interview über die Ellbogengesellschaft, Hunde beim Dreh und g…  Mehr

Elton erhält einen neuen Show-Auftrag bei ProSieben. Bei "Alle gegen Einen" tritt ein Kandidat gegen die TV-Zuschauer an.

Den Job bei "Schlag den Henssler" ist Elton los. Doch schon steht die nächste Aufgabe an. Aber worum…  Mehr

Otto (Florian Martens, links), Sebastian (Matthi Faust) und Linett (Stefanie Stappenbeck) besprechen das Vorgehen im Fall der ermordeten Julia Sanders. Linett hält das Handy von Julia in der Hand.

Die Kundin einer Dating-Agentur wird tot in ihrem Hotelzimmer gefunden. Für das "starke Team" beginn…  Mehr

Gastgeber Florian Silbereisen freut sich auf die "einmalige Stimmung" beim "Schlagerboom".

Die nunmehr dritte Schlagerboom-Show der ARD hat ein hochkarätiges Line-Up zu bieten. Spekuliert wir…  Mehr

Zurückgenommene, aber angenehm präzise Kriminalspannung: Freya Becker (Iris Berben) und ihr jüngerer Bruder Jo Jacobi (Moritz Bleibtreu) in der sehr überzeugenden ZDF-Miniserie "Die Protokollantin".

Freya Becker (Iris Berben) protokolliert grausame Verbrechen. Im Verborgenen sorgt sie selbst für Ge…  Mehr