Bernard Buffet

  • Fabrice Hergott, Leiter des Pariser Musée d'Art Moderne, erläutert, warum Bernard Buffet heute als Vorläufer der Pop-Art gilt. Vergrößern
    Fabrice Hergott, Leiter des Pariser Musée d'Art Moderne, erläutert, warum Bernard Buffet heute als Vorläufer der Pop-Art gilt.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Pierre Bergé (re.), Bernard Buffets zeitweiliger Lebensgefährte, zusammen mit dessen Sohn Nicolas Buffet (li.). Vergrößern
    Pierre Bergé (re.), Bernard Buffets zeitweiliger Lebensgefährte, zusammen mit dessen Sohn Nicolas Buffet (li.).
    Fotoquelle: ARTE France
  • Das einzige Museum, das ausschließlich Werke Buffets ausstellt, wurde 1973 in Japan eröffnet. Vergrößern
    Das einzige Museum, das ausschließlich Werke Buffets ausstellt, wurde 1973 in Japan eröffnet.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Zwischen Punk und Pop, Radikalität und Daseinsangst: Kaum ein Künstler hat einen derartigen Aufstieg und anschließend tiefen Fall erlebt wie Bernard Buffet. Vergrößern
    Zwischen Punk und Pop, Radikalität und Daseinsangst: Kaum ein Künstler hat einen derartigen Aufstieg und anschließend tiefen Fall erlebt wie Bernard Buffet.
    Fotoquelle: ARTE France
  • In den 60er Jahren sahen Kritiker in Bernard Buffet nur noch einen Kitschmaler, der mit traurigen Clowns und Blumen-Stillleben auf einen bourgeoisen Massengeschmack setzte. Vergrößern
    In den 60er Jahren sahen Kritiker in Bernard Buffet nur noch einen Kitschmaler, der mit traurigen Clowns und Blumen-Stillleben auf einen bourgeoisen Massengeschmack setzte.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Bernard Buffet gilt heute als einer der bedeutendsten Maler der Nachkriegszeit. Er war eine Figur des Jetsets und legitimer Nachfolger von Picasso, bevor sich die Kunstwelt von ihm abwandte. Vergrößern
    Bernard Buffet gilt heute als einer der bedeutendsten Maler der Nachkriegszeit. Er war eine Figur des Jetsets und legitimer Nachfolger von Picasso, bevor sich die Kunstwelt von ihm abwandte.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Buffets Gemälde strahlen mit ihren schwarzkonturierten, ausgezehrten und oft nackten Gestalten Daseinsangst und existenzielle Tristesse aus. Vergrößern
    Buffets Gemälde strahlen mit ihren schwarzkonturierten, ausgezehrten und oft nackten Gestalten Daseinsangst und existenzielle Tristesse aus.
    Fotoquelle: ARTE France
Report, Porträt
Bernard Buffet

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 10/06 bis 09/08
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2015
arte
So., 10.06.
17:30 - 18:20
Der wilde Maler


Kaum ein Künstler hat einen derartigen Aufstieg und anschließend tiefen Fall erlebt wie Bernard Buffet. Mit knapp 20 Jahren wurde er im Frankreich der Nachkriegszeit als einer der bedeutendsten Künstler gefeiert und von Schriftstellern wie Giono und Cocteau hofiert. Doch in den 70er Jahren wandte sich die Kunstwelt von ihm ab. 1999 schied Bernard Buffet freiwillig aus dem Leben. Seit mehr als 50 Jahren werden weite Teile seines 8.000 Gemälde umfassenden Werks in Archiven verwahrt und waren der Öffentlichkeit lange nicht zugänglich. Seine schwarz konturierten, ausgezehrten und oft nackten Gestalten, deren Ausdruckskraft in der entbehrungsreichen Kindheit des Künstlers zu wurzeln scheint, strahlen Daseinsangst und existenzielle Tristesse aus, was sie nur allzu menschlich macht. Die enorme Popularität des Künstlers, sein offen zur Schau gestellter Reichtum und seine ablehnende Haltung abstrakter Kunst gegenüber kamen in den 60er Jahren bei der Kritik nicht mehr gut an. Sie sah in ihm nur noch einen Kitschmaler, der mit traurigen Clowns und Blumen-Stillleben auf einen bourgeoisen Massengeschmack setzte. Der englische Buffet-Biograf Nicholas Foulkes sprach von "national embarrassment" - die Kunstwelt schäme sich geradezu für Buffet. Wie konnte ein umjubelter Künstler plötzlich derart in Ungnade fallen? Was für ein Mensch war Bernard Buffet? Um diese Fragen zu beantworten, erzählt Buffets Sohn Nicolas aus dessen Privatleben, und Bernard Buffets früherer Lebensgefährte Pierre Bergé stellt erstmals seine private Sammlung mit Werken des Malers vor. Ferner gibt der Film Einblick in das einzige Museum, das ausschließlich Werke Buffets ausstellt und 1973 in Japan eröffnet wurde. Der Street Artist C215, der Direktor der Berliner Nationalgalerie Udo Kittelmann und der Leiter des Pariser Musée d'Art Moderne Fabrice Hergott erläutern, warum Bernard Buffet heute als bedeutendes Genie und als Vorläufer der Pop-Art gilt.


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