Eine harmlose Recherche zu Superfood entpuppt sich völlig unerwartet als Wissenschaftsskandal, in den Top-Universitäten, Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher und sogar eine Wissenschaftsministerin verstrickt sind. Immer häufiger veröffentlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse in Open Access Magazinen, die ohne Qualitätskontrolle auch "Schrottstudien" abdrucken. Expertinnen und Experten schlagen Alarm, dass das ganze System bedroht sei, wenn immer öfter schlechte Forschung unter dem Deckmantel der Wissenschaft in Umlauf gerät. Wie funktioniert das System in der Praxis? Autor Peter Onneken hat es ausprobiert. Mit der Behauptung "Chia-Samen machen schlau" schaffte er es in Fachzeitschriften und auf Konferenzen. Schaden kann schlechte Forschung aber auch Verbraucherinnen und Verbrauchern, vor allem, wenn es dabei um Leben und Tod geht.