Der Dokumentarfilm "Gardenia - Bevor der letzte Vorhang fällt" erzählt von großer Liebe, herben Enttäuschungen und Selbstzweifeln, aber vor allem von großem Mut. Dem Mut, etwas zu wagen, Neues zu beginnen, zu sich selbst zu stehen - egal in welchem Lebensalter! Der Zuschauer taucht ein in die Leben von sechs alternden Travestie-Künstlern zwischen 60 und 70 Jahren. Auf ihre alten Tage haben sie noch einmal den Mut gefunden, sich vor einem Weltpublikum auf die Bühne zu stellen - im Rahmen einer großartigen Tanz-, Theater- und Musikperformance mit dem Titel "Gardenia", inszeniert von Alain Platel und Frank Van Laecke. Die Show, die ursprünglich nur als eine Art Workshop geplant war, wurde ein riesiger internationaler Erfolg. Die Künstler tourten über zwei Jahre über alle fünf Kontinente. Nun, da sich die Show ihrem Ende nähert, kehren die Darsteller aus dem Rampenlicht nach Hause zurück und stellen sich der Reflexion über ihr vergangenes Leben. Sie waren am Boden zerstört, haben sich wieder aufgerappelt und zurück an die Spitze gekämpft, um dann wieder tief zu fallen. Sie haben als Künstler und Prostituierte gearbeitet, ihr Geschlecht umwandeln lassen, wurden ausgegrenzt und geschlagen, geliebt und gehasst. In ihrem komplizierten Leben haben sie jede Spielart von Liebe, Verlust, Demütigung, aber auch unvorstellbares Glück erfahren. Für die Protagonisten des Films, die dachten, ihre besten Jahre lägen hinter ihnen, wurde "Gardenia" auf überraschende Weise zum Highlight ihres Lebens.