Louise lebt auf einem Bauernhof in der Provence und kümmert sich seit dem Tod ihres Mannes alleine um den Birnenanbau. So idyllisch das Leben auf dem Land auch scheint, es droht sie gerade ziemlich zu überfordern: Die Bank will den Kredit zurück und ihre Kunden zweifeln an ihrer Kompetenz. Gleichzeitig versucht Louise, ihre pubertierende Tochter Emma und den jüngeren Sohn Félix (Léo Lorléac'h) unter Kontrolle zu halten. Und dann fährt sie auf dem Heimweg vom Markt auch noch einen Fremden vor ihrem Haus an. Diesem scheint es zwar gut zu gehen, doch bittet sie ihn trotzdem ins Haus, um ihn zu verarzten. Louise lässt Pierre , so heisst der verletzte Mann, auf dem Sofa schlafen. Am nächsten Morgen ist das Haus perfekt aufgeräumt. Pierre ist nicht nur ordentlich, sondern irgendwie anders. In allem, was er sagt, ist er unverblümt ehrlich, und er ist ein Eigenbrötler, der am liebsten Primzahlen zitiert und diese in verschiedenen Farben sieht. Der sensible Mann, der am Asperger-Syndrom leidet, blüht in Louises Gegenwart auf. Er hilft ihr mehr schlecht als recht beim Verkauf ihrer köstlichen Birnenkuchen auf dem Markt und hat bald das Gefühl, etwas gefunden zu haben, was er gar nicht zu vermissen glaubte: ein Zuhause. Eigentlich versucht Louise ihn aus ihrem Leben herauszuhalten, zu gross ist ihre Angst, dass ihr Herz erneut gebrochen wird. Doch Pierre lässt sich nicht so einfach abschütteln.