Tante Agathe hat im besten Alter, mit 90 Jahren, das Zeitliche gesegnet. Seit vielen Jahren war ihr schon klar, dass die gesamte Verwandtschaft auf ihre Verabschiedung vom irdischen Leben sehnlichst wartete, zumal alle wussten, dass sie ein stattliches Vermögen angehäuft hatte. Das hatte Agathes boshaften Charakter angestachelt, worauf sie ihre letzte Energie in die Entwicklung eines genau durchdachten Plans investierte, der die Erben in tiefe Zwietracht stürzen sollte. Das Ganze beginnt bei ihrem Begräbnis: Nur der ehemalige Reporter Vincent kam als Grabredner infrage. Und der Blumenschmuck musste von ihrer Wahlnichte Victoria sein, die die noble Blumenhandlung Blatt und Blüte betreibt. Die beiden waren vor vielen Jahren ein Paar, wie es gegensätzlicher nicht sein konnte. Entsprechend unsanft war auch das Ende ihrer Ehe, auch wenn die beiden eine innere Beziehung bis heute nicht verleugnen können, wie ihre Begegnung an Agathes Grab zeigen soll. Dass auch Victoria und Vincent von der wohlhabenden Verblichenen bei der Erbschaft berücksichtigt wurden, versteht keiner der Verwandten. Dass Agathe zudem die Zuteilung der Vermächtnisse sehr eigenwillig gestaltete und sich letztlich vom eigentlich erwarteten Vermögen keine Spur zeigt, stürzt die Hinterbliebenen in hektische Betriebsamkeit. Schließlich weist alles darauf hin, dass sich Tante Agathe den Spaß erlaubt hat, die habgierigen Erben auf eine ausgefeilte "Rätselrallye" zu schicken, die letztendlich zu einem Schatz führen soll, der so unglaublich wie auch unschätzbar wertvoll ist. Doch nur der beste Charakter wird mit ihm richtig umzugehen wissen und erst dann zum eigentlichen Vermächtnis von Tante Agathe gelangen. Vincent und Victoria laufen zur Hochform auf.