Ihre Arbeit beginnt, nachdem das Blut weggewischt wurde: Profiler befassen sich hauptberuflich mit Vergewaltigungen, Mord und Totschlag. Der Film porträtiert sechs internationale Profiler. In Deutschland spricht man eher von "Fall-" beziehungsweise "Tatortanalytikern". Sie rekonstruieren Tatverläufe und Motive, erstellen Persönlichkeitsprofile und setzen blutige Puzzles zusammen. Stephan Harbort aus Deutschland, Helinä Häkkänen-Nyholm aus Finnland, Robert R. Hazelwood, Helen Morrison und Roger L. Depue aus den USA sowie Brigadier Gérard N. Laburschagne aus Südafrika haben den größten Teil ihres Lebens mit Verbrechen und Verbrechern verbracht. Der Blick in die menschlichen Abgründe gehört zu ihrem Leben. Sie wissen, wie wenig die Täter vom Rest der Menschheit unterscheidet. Ungelöste Fälle können sie ein Leben lang verfolgen. "Freude und Glück hat man bei dieser Arbeit selten", sagt Helinä Häkkänen-Nyholm. Durchaus möglich, dass sie ein glücklicherer Mensch wäre, wäre sie nicht Profilerin, fügt sie hinzu. "Manchmal fühlt man sich klein bei der Frage nach dem Warum."