Ihre Arbeit beginnt, nachdem das Blut weggewischt wurde: Profiler, forensische Psychologen und Psychiater befassen sich hauptberuflich mit Vergewaltigung, Totschlag und Mord. Sie rekonstruieren Tatverläufe und Motive, erstellen Persönlichkeitsprofile und setzen blutige Puzzles zusammen. Den größten Teil ihres Lebens haben sie mit Verbrechen und Verbrechern verbracht. Der Blick in die menschlichen Abgründe gehört zu ihrem Leben. Sie wissen, wie wenig die Täter vom Rest der Menschheit unterscheidet. Ungelöste Fälle können sie ein Leben lang verfolgen. "Freude und Glück hat man bei dieser Arbeit selten", sagt Helinä Häkkänen-Nyholm. Durchaus möglich, dass sie ein glücklicherer Mensch wäre, wäre sie nicht Profilerin, fügt sie hinzu. "Manchmal fühlt man sich klein bei der Frage nach dem Warum." Im Mittelpunkt des Films von Barbara Eder stehen sechs sehr unterschiedliche Männer und Frauen, ihre Arbeitsweise und ihr persönlicher Umgang mit dem Bösen: Stephan Harbort aus Deutschland, Helinä Häkkänen-Nyholm aus Finnland, Robert R. Hazelwood, Helen Morrison und Roger L. Depue aus den USA sowie Brigadier Gérard N. Laburschagne aus Südafrika.