New York in den 1970er-Jahren. Chris kommt nach neun Jahren vorzeitig frei, die er wegen Mord verbüsst hat. Mit dem Neuanfang will er ernst machen, sich nichts mehr zuschulden kommen lassen. Unterstützung erhält er von seinem jüngeren Bruder Frank , der ihn bei sich aufnimmt, ihm einen Job besorgt und dabei hilft, sich mit seiner Exfrau und den Kindern zu versöhnen. Es kommt jedoch, wie es kommen muss: Chris wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Der Kriminelle gerät erneut ins Visier der Polizei und damit pikanterweise auch von Frank, der selbst ein Cop ist. Frank versucht verzweifelt, sich nicht mit in den Abgrund reissen zu lassen, muss aber erkennen, wie eng sein Schicksal mit jenem seines Bruders Chris verknüpft ist. Im unübertrefflichen Original dieses Gangsterdramas, «Les liens du sang» (2008) von Jacques Maillot, bekleidete Guillaume Canet noch die Rolle des François, also Frank (seinen Bruder gab übrigens «Intouchables»-Star François Cluzet). Für das US-Remake wechselte der Franzose in den Regiestuhl, nachdem er mit James Gray («We Own the Night») das Drehbuch überarbeitet hatte, und liess die Stars antraben: Clive Owen, Billy Crudup, Marion Cotillard, Mila Kunis, Zoe Saldana, Matthias Schoenaerts, James Caan und weitere treffen sich zum Rendez-vous mit dem Flair der Siebzigerjahre. Dass das Remake dadurch 20 Minuten länger geriet als das Original: Wer möchte es dem französischen Filmemacher verdenken?