Wie kein Zweiter beherrscht der Improvisationskünstler Bobby McFerrin die Technik seines "Instruments", der Stimme: Mit einem Tonumfang von vier Oktaven und der Fähigkeit, zwei Stimmen gleichzeitig zu singen, ersetzt er eine komplette Orchestrierung vom Bass bis zur führenden Stimme. Dabei imitiert er den Klang verschiedenster Instrumente und gibt mit Body Percussion und Beatboxing selbst den Rhythmus vor. McFerrin, Spezialist für A-cappella-Kompositionen und Arrangements diverser Genres von Jazz über Pop bis Klassik, verwischt stilistische Grenzen. Er geht mit Bach-Präludien ebenso souverän um wie mit Beatles-Melodien oder Gospel-Songs. Mit seinen Stimmexperimenten und dem Welthit "Don't Worry, Be Happy"- hat der zehnfache Grammy-Preisträger den Gesang neu erfunden und A-cappella-Gruppen, Beatboxer sowie Sängerinnen und Sänger aller Stilrichtungen inspiriert. Mit seiner Technik und seinem Innovationsgeist begeistert er die Welt des Jazz ebenso wie die Klassikszene. Davon zeugen zahlreiche Kooperationen - legendär sind etwa seine Bühnenauftritte mit dem Cellisten Yo-Yo Ma, den Pianisten Chick Corea und Herbie Hancock oder den Wiener und den New Yorker Philharmonikern. 2018 stand Bobby McFerrin in der Pariser Salle Pleyel mit seiner A-cappella-Band auf der Bühne. Beim einzigen Frankreichauftritt ihrer Europatour brachten die Meister der Improvisation "Circlesongs" zu Gehör: Melodien und Rhythmen wandern von einer Stimme zur anderen und unterliegen dabei ständigem Wandel. Mit großer musikalischer Freiheit und einem immer wieder neuen Repertoire liefert McFerrin Bühnenauftritte, die im Gedächtnis bleiben.