Böse Bauten IV

  • Mitten in der Eifel: Ehemalige Nazi-Ordensburg Vogelsang. Vergrößern
    Mitten in der Eifel: Ehemalige Nazi-Ordensburg Vogelsang.
    Fotoquelle: ZDF/Sebastian Felsch
  • Fackelträger als Herrenmensch - Monument auf der NS-Ordensburg Vogelsang. Vergrößern
    Fackelträger als Herrenmensch - Monument auf der NS-Ordensburg Vogelsang.
    Fotoquelle: ZDF/Sebastian Felsch
  • Bunker unter der NS-Burg Vogelsang - letzte Besichtigung vor dem Abriss Vergrößern
    Bunker unter der NS-Burg Vogelsang - letzte Besichtigung vor dem Abriss
    Fotoquelle: ZDF/Sebastian Felsch
  • Brücke auf dem Rastplatz: Pionierbau aus dem Jahr 1938. Vergrößern
    Brücke auf dem Rastplatz: Pionierbau aus dem Jahr 1938.
    Fotoquelle: ZDF/Sebastian Felsch
  • Teil des sogenannten Westwalls: Versteckte Unterstände im Wald der Nordeifel Vergrößern
    Teil des sogenannten Westwalls: Versteckte Unterstände im Wald der Nordeifel
    Fotoquelle: ZDF/Sebastian Felsch
  • Fast vollständig erhalten: NS-Ordensburg Vogelsang in der Eifel. Vergrößern
    Fast vollständig erhalten: NS-Ordensburg Vogelsang in der Eifel.
    Fotoquelle: ZDF/Sebastian Felsch
  • Unter der ersten Spannbetonbrücke der Welt: Denkmalpfleger Christian Hoebel (r.) und der Leiter der Autobahnmeisterei Oelde, Manfred Zellerhoff. Vergrößern
    Unter der ersten Spannbetonbrücke der Welt: Denkmalpfleger Christian Hoebel (r.) und der Leiter der Autobahnmeisterei Oelde, Manfred Zellerhoff.
    Fotoquelle: ZDF/Sebastian Felsch
  • Massengräber am Hürtgenwald - Und immer noch findet man die Überreste von Gefallenen. Vergrößern
    Massengräber am Hürtgenwald - Und immer noch findet man die Überreste von Gefallenen.
    Fotoquelle: ZDF/Sebastian Felsch
  • Bodendenkmalpfleger Wolfgang Wegener findet immer noch Kriegsspuren im Wald. Vergrößern
    Bodendenkmalpfleger Wolfgang Wegener findet immer noch Kriegsspuren im Wald.
    Fotoquelle: ZDF/Sebastian Felsch
  • Original erhalten:  Schwimmbad auf der NS-Burg Vogelsang. Vergrößern
    Original erhalten: Schwimmbad auf der NS-Burg Vogelsang.
    Fotoquelle: ZDF/Sebastian Felsch
Report, Dokumentation
Böse Bauten IV

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2017
ZDF
Mo., 18.09.
00:10 - 00:40
Hitlers Architektur: Spuren vom Westwall bis zur Autobahn


"Böse Bauten" ist eine ZDF-Dokumentationsreihe, die sich mit dem baulichen Erbe aus der NS-Zeit beschäftigt. Wie sollen wir mit den sperrigen Nazi-Hinterlassenschaften umgehen? Im vierten Teil der Reihe geht es in den Westen Deutschlands, zu verlassenen Autobahnbrücken, gigantischen Ordensburgen, unterirdischen Fabriken und den Spuren grausamer Schlachtfelder. Provokante Protzbauten oder geheime Kriegsanlagen - die baulichen Zeugnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus haben viele Gesichter. Wie aber sollen wir mit ihnen umgehen? Abreißen, neu nutzen oder gar unter Denkmalschutz stellen? Die ZDF-Dokumentation "Böse Bauten IV" begibt sich auf Spurensuche in Westdeutschland und macht oftmals kuriose Entdeckungen: eine Autobahnbrücke aus dem Jahr 1938, abgestellt mitten auf einem Rastplatz, ein Einfamilienhaus, das auf den Panzersperren des sogenannten "Westwalls" steht, ein Schwimmbad voller Nazi-Symbolik und eine NS-Ordensburg, in der vor einer Nazi-Götzenfigur geheiratet wurde. Mitten in den grünen Wäldern der Eifel steht ein gigantischer steinerner Ausdruck des nationalsozialistischen Größenwahns: die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang. Die Schulungsstätte für den Nachwuchs des NSDAP-Führungskaders ist eines der größten noch erhaltenen Bauensembles aus der Zeit des Nationalsozialismus. Nicht gerade einfach, hierfür heute Nutzer zu finden. Die Dokumentation blickt hinter die Fassaden der Bauten. Mit dem wissenschaftlichen Leiter der "NS-Dokumentation Vogelsang", Stefan Wunsch, und der Bildungsreferentin Mira Huppertz sieht sich die Dokumentation auf dem riesigen Gelände um. Das ZDF-Team war dabei, als ein letztes Mal ein Luftschutzbunker dokumentiert wird, bevor er für immer beseitigt werden soll. Am Beispiel Nordrhein-Westfalens lässt sich zudem anschaulich ein anderer deutscher Topos aus den 1930er Jahren thematisieren: die "Reichsautobahn". Der ehemalige Denkmalpfleger und Autobahnexperte Christian Hoebel widerlegt einmal mehr die populäre Mär, dass die Autobahn eine Erfindung Adolf Hitlers gewesen sei. Mit ihm besichtigt das Team unter anderem eine Brücke, damals technologisch innovativ, die wohl erste Spannbetonbrücke der Welt sogar, heute funktionslos, mitten auf einem Rastplatz, ohne Straßenanbindung. Zudem kommt eine der letzten erstaunlich originalen Autobahnmeistereien aus der Zeit des Nationalsozialismus ins Bild, die Autobahnmeisterei Oelde im westfälischen Heimatstil. Die Dokumentation begibt sich auch in die Kriegszeiten, zu den Relikten des sogenannten "Westwalls", macht sich auf die Suche nach Verteidigungsanlagen, nach Bunkern und Panzersperren, die den Vormarsch der Alliierten letztlich nicht aufgehalten haben. Um sie herum weiden heute mancherorts Kühe. Oder ein Ehepaar nutzt sie gar als Fundament ihres Hauses. Im Hürtgenwald analysiert der Bodendenkmalpfleger Wolfgang Wegener die deutlich sichtbaren Spuren des Zweiten Weltkrieges. Noch immer zeugen hier Funde von erbitterten militärischen Kämpfen zwischen amerikanischen und deutschen Truppen. Zu Tausenden starben hier die Soldaten im dichten Gehölz und heute noch werden die sterblichen Überreste Gefallener im Hürtgenwald gefunden. Erschütternde Schicksale in einer Geschichte, die sich nicht verdrängen lässt.


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