Braguino

  • Die Flussinsel gehört weder den Braginys noch den Kilinys - darum können sich die Kinder der beiden zerstrittenen Familien hier auf neutralem Boden begegnen. Vergrößern
    Die Flussinsel gehört weder den Braginys noch den Kilinys - darum können sich die Kinder der beiden zerstrittenen Familien hier auf neutralem Boden begegnen.
    Fotoquelle: YLE
  • Sascha Braginy gründete vor über 30 Jahren die Siedlung Braguino - mitten in der sibirischen Taiga, 700 Kilometer vom nächsten Dorf entfernt. Hier lebt er mit seiner Familie in völliger Autarkie. Vergrößern
    Sascha Braginy gründete vor über 30 Jahren die Siedlung Braguino - mitten in der sibirischen Taiga, 700 Kilometer vom nächsten Dorf entfernt. Hier lebt er mit seiner Familie in völliger Autarkie.
    Fotoquelle: YLE
  • Die Kinder der Familie Braginy erwarten einen Helikopter, der Jäger der verfeindeten Familie Kiliny an Bord hat. Vergrößern
    Die Kinder der Familie Braginy erwarten einen Helikopter, der Jäger der verfeindeten Familie Kiliny an Bord hat.
    Fotoquelle: YLE
  • Sascha Braginy und einer seiner Söhne auf Bärenjagd Vergrößern
    Sascha Braginy und einer seiner Söhne auf Bärenjagd
    Fotoquelle: YLE
Report, Dokumentation
Braguino

Infos
Online verfügbar von 06/05 bis 05/06
Produktionsland
Finnland / Frankreich
Produktionsdatum
2016
arte
Mo., 06.05.
23:30 - 00:20


Inmitten der sibirischen Taiga, 700 Kilometer vom nächsten Dorf entfernt, liegt Braguino. Keine Straße führt hierher. Wer nach Braguino will, muss lange den Jenissej hinabfahren und dann einen Hubschrauber nehmen. Völlig autark leben hier zwei Familien, die Braginys und die Kilinys, nach ihren eigenen Regeln und Maximen. Zwischen ihren Grundstücken verläuft eine Barriere, ein Zaun. Denn die Braginys und die Kilinys sprechen nicht mehr miteinander. Eine Insel im Fluss ist das Reich der Kinder, die hier eine eigene Gemeinschaft aufbauen. Frei, unberechenbar und wild leben sie zwischen der Angst vor dem Anderen, der Furcht vor Raubtieren und dem Hochgefühl, in den Weiten des Waldes zu Hause zu sein. Das Dorf Braguino ist der Schauplatz eines grausamen Märchens. Hier wird ein altüberlieferter Konflikt ausgetragen, dessen Triebkräfte Zwietracht und Angst sind. Clément Cogitore besuchte das sibirische Dorf zwei Mal, 2012 zur Recherche und 2016 für den Dreh seines Films. Vor über 30 Jahren verließ Sascha Braginy mit den Seinen eine Altgläubigen-Gemeinde, um sich in der Hoffnung auf ein friedliches, völlig autarkes Dasein hier niederzulassen. Doch schon bald wurde das Paradies zum Schauplatz eines offenen Konflikts zwischen zwei Familien, denen es nicht gelingt, die Geschichte ihres Lebens gemeinsam zu schreiben. Diese Ausgangssituation würde einen geeigneten Stoff für einen Western abgeben. Cogitore dokumentiert sie in faszinierenden, ursprünglichen Bildern von elementarer Kraft. Wie auch Clément Cogitores bisherige Filme bewegt sich "Braguino" im Grenzbereich zwischen Dokumentation, Märchen und Fantasy. Doch hier wird eine Tragödie erzählt: "Wir haben eine Welt gefilmt, die vor dem Untergang steht", resümiert Clément Cogitore. "Der Film handelt von der Unmöglichkeit, eine Gemeinschaft aufzubauen, das Scheitern einer Utopie zu verarbeiten und ein Ideal zu teilen."


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