Zum ersten Mal stand bei den Osterfestspielen Salzburg 2015 die veristische Oper "Cavalleria rusticana" von Pietro Mascagni mit Startenor Jonas Kaufmann auf dem Spielplan. Der bekannte Tenor kehrt - nach seinem Don José in "Carmen" 2012 - als Turiddu in "Cavalleria rusticana" zu den Osterfestspielen Salzburg zurück. Verdichtet auf 75 hoch emotionale und dramatische Minuten, entwickelt Pietro Mascagnis Musik einen mitreißenden Sog. Unverstellte, rustikale Leidenschaft wollte Pietro Mascagni auf der Bühne sehen, weshalb er die Ränke seiner "Cavalleria" nicht bei einer adligen Elite, sondern in einem einfachen Milieu spielen lässt. Damit prägte er die italienische Stilrichtung "Verismo", die die Gefühle des einfachen Volkes ins Theater brachte. Die Inszenierung und die Gestaltung des Bühnenbilds hat der Regisseur Philipp Stölzl übernommen. Er wählt eine filmische Erzählweise mit emotionalen Nahaufnahmen und Parallelmontagen für seine Inszenierung der "Cavalleria rusticana" und siedelt die Oper in der Welt der Arbeiter im Italien der 1920er-Jahre an. Die künstlerische Bandbreite von Regisseur Philipp Stölzl ist enorm: Sie reicht von Musikvideos für Rammstein, Madonna und Luciano Pavarotti bis zu Kino-Blockbustern wie der Noah-Gordon-Verfilmung "Der Medicus" (2013). Die Osterfestspiele Salzburg wurden 1967 von Herbert von Karajan gegründet. Seit 2013 leitet Christian Thielemann mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden das Festival.