Chaosautobahn A4

Report, Dokumentation
Chaosautobahn A4

MDR
Mi., 04.07.
20:45 - 21:15


Die Autobahn A4 zwischen Dresden und Görlitz. Rund 70.000 Fahrzeuge rollen hier an einem Tag. In Spitzenzeiten, wie montags, freitags oder vor Feiertagen werden sogar über 80.000 Autos gezählt. Damit hat sich das Verkehrsaufkommen innerhalb der letzten zehn Jahre nahezu verdoppelt. Besonders spürbar ist das beim Schwerlastverkehr. Die Folgen sind immer öfter Unfälle und Staus. Und es ist keine Seltenheit, dass sich auf 30 Kilometern die Fahrzeuge aneinanderreihen und alle Nebenstraßen und Schleichwege komplett dicht sind. Parkplätze entlang der Strecke sind regelmäßig überfüllt. Verkehrsexperte Christian Lippold von der TU Dresden sagt: "Dieser Autobahnabschnitt bewegt sich fast täglich an der Belastungsgrenze. Tut sich hier in den nächsten Jahren nichts, so droht künftig ein Dauerstau!" Und die Prognose? Das Bundesverkehrsministerium geht davon aus, dass Güter- und Individualverkehr bis 2030 weiter anwachsen. Gegenüber 2010 sei ein Anstieg um rund 50 Prozent zu erwarten.Die aktuellen Unfallzahlen zeichnen ein deutliches Bild. Laut Polizei ereigneten sich im Jahr 2016 auf der A4 zwischen Dresden und Görlitz 637 Verkehrsunfälle. Bei 33 Prozent (213 Unfälle) war der Schwerlastverkehr beteiligt. Zwei Tote und 38 Schwerverletzte. In 153 Fällen waren Brummifahrer die Verursacher. Überholverbote bringen kaum Verbesserungen, zumal sie oft nicht eingehalten werden. Die Polizei setzt auf verschärfte Kontrollen, soweit sie das personell schafft. Berufspendler, Speditionsfahrer und Politiker fordern inzwischen einen Ausbau der wichtigen Ost-West-Verbindung. Verkehrswissenschaftler analysieren und schlagen außerdem die Freigabe der Seitenstreifen und moderne Verkehrsleitsysteme mit variablen Tempolimits vor. Doch wie realistisch ist die Forderung nach einem sechsspurigen Ausbau der A4? Und wie könnten Alternativen aussehen, die einen drohenden Verkehrskollaps verhindern? "Exakt - Die Story" begleitet Lkw-Fahrer und Polizisten und fragt nach bei Politikern und Verkehrsexperten.


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