Cinema Perverso

  • Werbung Bali Non Stop Kino Hauptbahnhof, Innenstadt Bochum, 11. Juni 1957 Vergrößern
    Werbung Bali Non Stop Kino Hauptbahnhof, Innenstadt Bochum, 11. Juni 1957
    Fotoquelle: NDR/rbb
  • Das AKI in München war mit 550 Plätzen das größte Bahnhofskino. Vergrößern
    Das AKI in München war mit 550 Plätzen das größte Bahnhofskino.
    Fotoquelle: NDR/rbb
  • Das Bali-Kino im Bochumer Hauptbahnhof ist eins der letzten seiner Art. Vergrößern
    Das Bali-Kino im Bochumer Hauptbahnhof ist eins der letzten seiner Art.
    Fotoquelle: NDR/rbb
  • Nie wieder erreichte der deutsche Krimi eine HŠrte wie in ãBlutiger FreitagÒ von Rolf Olsen. Vergrößern
    Nie wieder erreichte der deutsche Krimi eine HŠrte wie in ãBlutiger FreitagÒ von Rolf Olsen.
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  • Wie so viele Bahnhofskinos Ÿberlebte auch das Bali in Gelsenkirchen nicht die 80er Jahre. Vergrößern
    Wie so viele Bahnhofskinos Ÿberlebte auch das Bali in Gelsenkirchen nicht die 80er Jahre.
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  • Die Bahnhofslichtspiele führten erstmals den Nonstop-Betrieb ein. Vergrößern
    Die Bahnhofslichtspiele führten erstmals den Nonstop-Betrieb ein.
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Kultur, Film und Theater
Cinema Perverso

Infos
Online verfügbar von 15/09 bis 14/12
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2015
arte
Fr., 15.09.
21:35 - 22:35
Die wunderbare und kaputte Welt des Bahnhofskinos


Als die Bahn nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Bahnhöfe der Großstädte wie Frankfurt, München, Köln, Düsseldorf oder Stuttgart wieder aufbaute, errichtete sie auch gleich eigene Kinos für die Reisenden. Mitunter fanden 500 Zuschauer und mehr Platz in den Sälen. Anders als in den Kinopalästen aus der Zeit davor, lief das Programm hier als Endlosschleife, von 9.00 Uhr morgens bis spät in die Nacht: Unabhängig vom Spielplan konnte jeder kommen und gehen, wann er wollte - ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen. Zunächst flimmerten Wochenschauen, Cartoons und Infos vom Boulevard über die Leinwand, die sich an die ganze Familie richteten. Mitte der 60er Jahre, als nach und nach das Fernsehen in die deutschen Wohnzimmer Einzug hielt, wandelte sich das Programm. Die Bahnhofskinos zeigten nun Filme, die es anderswo nicht zu sehen gab. Filme mit hohem Schauwert und niedrigem Budget, oft in heimischer Produktion gedreht: von der St.-Pauli-Reihe und den "Bademeister-Report" über psychedelische Roadmovies à la "Ich - Ein Groupie" bis hin zu Actionreißern wie "Blutiger Freitag", exotische Abenteuerstreifen genauso wie nicht identifizierbare Filmobjekte wie "Die Todesgöttin des Liebescamps". Nie wieder trieb das Kino so wilde und bunte Blüten wie auf den Leinwänden der schummrigen Säle der Bahnhofskinos, die bald als Schmuddeltempel verschrien waren. Es mussten 40 Jahre vergehen, bis Regisseure wie Quentin Tarantino oder Robert Rodriguez mit ihren Filmen den Blick auf diese Art von Kino verändert haben. Damals als Trash und kinematographische Bückware verrufen, genießt das Bahnhofskino mittlerweile Kultstatus. Neben zahlreichen Filmausschnitten, die mit dem heutigen Blick betrachtet einen hohen Unterhaltungswert besitzen, kommen die Regisseure Jörg Buttgereit und Uwe Boll ebenso zu Wort wie die Schauspieler Ben Becker und Mechthild Großmann, der Musiker Wolfgang Niedecken, Schlagerstar Christian Anders und Box-Legende René Weller.


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