Claude Dornier - Pionier der Luftfahrt

  • Iren Dornier - Enkel Claude Dorniers. Vergrößern
    Iren Dornier - Enkel Claude Dorniers.
    Fotoquelle: SWR/Filmquadrat.dok
  • Der junge Ingenieur - Claudie Dornier begann seine Karriere bei Graf Zeppelin. Vergrößern
    Der junge Ingenieur - Claudie Dornier begann seine Karriere bei Graf Zeppelin.
    Fotoquelle: SWR/Dornier Museum
  • Die Mitarbeiter waren Claude Dorniers wichtigstes Kapital. Vergrößern
    Die Mitarbeiter waren Claude Dorniers wichtigstes Kapital.
    Fotoquelle: SWR/Dornier Museum
  • Conrado Dornier - Enkel Claude Dorniers. Vergrößern
    Conrado Dornier - Enkel Claude Dorniers.
    Fotoquelle: SWR/Filmquadrat.dok
  • Do-X - ein Wasserflugzeug so groß wie ein Jumbo-Jet. Vergrößern
    Do-X - ein Wasserflugzeug so groß wie ein Jumbo-Jet.
    Fotoquelle: SWR/Dornier Museum
  • Claude Dornier im Kreise seiner Familie. Vergrößern
    Claude Dornier im Kreise seiner Familie.
    Fotoquelle: SWR/Dornier Museum
  • Do-X im Hafen von New York (27.8.1931). Vergrößern
    Do-X im Hafen von New York (27.8.1931).
    Fotoquelle: SWR/Dornier Museum
  • Claude Dornier (Mi.) - die Nazis übernehmen sein Unternehmen. Vergrößern
    Claude Dornier (Mi.) - die Nazis übernehmen sein Unternehmen.
    Fotoquelle: SWR/Dornier Museum
Report, Dokumentation
Claude Dornier - Pionier der Luftfahrt

Infos
Audiodeskription
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
SWR
So., 02.12.
20:15 - 21:45


Claude Dornier ist ein Name von Weltruf. Achtundsechzig Flugzeugtypen wurden im Hause Dornier entwickelt, viele davon nach revolutionärem Konzept und ihrer Zeit weit voraus. Angetrieben vom "Drange, etwas in der Luft zu betreiben" - schreibt der Deutsch-Franzose Luftfahrtgeschichte. Erinnerungen des Luftfahrtpioniers, seltene Archivbilder und Animationen bilden die Grundlage der dokumentarischen Spurensuche. In Interviews mit Experten und Mitgliedern der Familie Dornier, die bis heute in München und auf den Philippinen Wasserflugzeuge nach den Konstruktionsideen Claude Dorniers bauen, geht der Film der Frage nach der treibenden Kraft des legendären Flugzeugbauers nach. Claude Dornier, der selbst nicht fliegen konnte, wirkte von den Anfängen der Luftfahrt bis zur Landung auf dem Mond. Für die einen ist er ein besessener Konstrukteur und Visionär - ein Querdenker; für die anderen ein geschickter Unternehmer, der einen Konzern mit bis zu 23.000 Beschäftigten führte. Schicksalhaft machen ihm politische Entwicklungen immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg, aber auch im Kalten Krieg erfüllt Dornier die Wünsche der Militärs nach neuen Flugzeugen, die - kaum, sind sie fertiggestellt - nicht mehr gebraucht werden. Eigentlich will Claude Dornier Architekt werden, als er sich 1903 zum Studium an der Technischen Universität München entschließt. Sein erster Entwurf für eine Flugmaschine (1907) fällt bei seinem Professor durch - "weil mein Apparat nicht fliegen konnte." Statt eines Propellers hatte er sich einen Antrieb ähnlich dem eines Raddampfers ausgedacht. Mit dem Wasserflugzeug Dornier WAL, das auch der Polarforscher Roald Amundsen bei seiner Nordpolexpedition einsetzt, gelingt Dornier in den 1920er Jahren der internationale Durchbruch. Und die zwölfmotorige DO X, damals das größte Flugzeug der Welt, schafft den Sprung über den Atlantik. Am 27. August 1931 landet die luxuriös ausgestattete DO X im Hafen von New York und wird von jubelnden Massen empfangen. Bei den Nazis stößt Dornier auf Misstrauen. Man mag ihn nicht, aber man braucht ihn. Nur widerstrebend tritt er 1940 in die NSDAP ein und leistet seinen Beitrag zur Rüstungsmaschinerie. Nach dem Zweiten Weltkrieg führt Claude Dornier den Konzern mit eiserner Hand, entscheidet wie ein Autokrat alles selbst und legt großen Wert darauf, dass die Firma in den Händen der Familie bleibt. Die ist bereits in zwei Lager geteilt. Nach dem Tod des Konzerngründers Claude 1969 kommt es zum offenen Konflikt der beiden Lager, Testamentsvollstrecker rangeln um Geschäftsanteile. Der Zerfall des eigentlich florierenden Familienunternehmens beginnt. Geschickt nutzt der baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth die Querelen in der Familie Dornier für seine Absicht, die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie zu entprivatisieren. Bei einem Verhandlungsmarathon in der Villa Reitzenstein spielt er die sechs Erbenstämme gegeneinander aus. Der Coup gelingt: Daimler Benz erwirbt die Mehrheit bei Dornier. Später geht der Konzern in der halbstaatlichen DASA, dann in Airbus auf. Das Familienunternehmen Dornier hat aufgehört zu existieren. Bis heute ist die deutsche Luftfahrt- und Technikgeschichte ohne den Namen Dornier nicht denkbar.


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