Cornwall - die legendäre Küstenlandschaft am westlichsten Ende Großbritanniens - ist nicht nur ein Sehnsuchtsort, sondern auch ein bemerkenswertes Naturparadies. Wanderfalken, Eisvögel, Delphine, Schleiereulen oder Kegelrobben sind nur einige der Tierarten, die eine erstaunlich große natürliche Vielfalt ergeben. Der hochdekorierte britische Naturfilmer Ian McCarthy hat in seiner jahrzehntelangen Karriere den gesamten Planeten bereist und die spektakulärsten Schauplätze der Naturgeschichte kennengelernt. Doch von allen Orten übt Cornwall die größte Faszination auf ihn aus. In seinem Film will er zeigen, warum. Die 420 Kilometer lange Küstenlinie von Cornwall ist eine abwechslungsreiche Mischung aus imposanten Felsenklippen, sanften Sandstränden, mit Bäumen gesäumten Meeresarmen und Flussmündungen. Der Einfluss des Ozeans ist hier überall spürbar. Wenn nach den heftigen Winterstürmen die Wassertemperatur steigt, treiben große Gruppen räuberischer Makrelen enorme Fischschwärme ins Flachwasser, verfolgt von Räubern wie Großen Tümmlern oder anderen Delphinarten. Die Gewässer vor Cornwall gehören zu den Zonen mit der größten Biodiversität in ganz Europa - Kegelrobben finden sich hier ebenso wie der Riesenhai, der zweitgrößte Fisch der Welt oder, am anderen Ende des Spektrums, winzige Seepferdchen, die in den Seegraswäldern leben. An entlegenen Felsenküsten versammeln sich die Kegelrobben zur Paarung, während in den Steilhängen die Krähenscharben, Kormorane oder Sturmvögel perfekte Bedingungen vorfinden. Dazwischen: Wanderfalken, die schnellsten Lebewesen der Welt. Noch vor 30 Jahren waren sie ausgestorben, doch mittlerweile nistet an jeder geeigneten Stelle ein Falkenpärchen. Ihre Rückkehr ist das perfekte Sinnbild für die unbekannte, wilde Seite Cornwalls.