Wenn jedes Jahr am Martin Luther King Day das Bill Pickett Rodeo in Denver stattfindet, wirft das ein anderes Licht auf eine nordamerikanische Tradition. Organisiert wird das Rodeo-Spektakel von Valeria Howard-Cunningham und ihrem Frauenteam. "Die Geschichte muss neu geschrieben werden", sagt sie. "Einer von drei Cowboys war und ist schwarz. Wir möchten den afroamerikanischen Reitern eine Plattform geben." Dieses Jahr haben sich so viele Teilnehmer angemeldet wie noch nie. Aleeyah, 18, und Savannah Roberts, 12, aus Colorado Springs träumen davon, beim wichtigsten Black Rodeo in den USA Champions zu werden. Dieses Jahr darf Savannah zum ersten Mal bei den Ladies antreten, nicht nur bei den Junioren. Auch für Aleeyah ist das Bill Pickett der Höhepunkt des Jahres. Sie ist bereits erfolgreich, aber bei anderen Wettbewerben erlebt sie aufgrund ihrer Hautfarbe Vorurteile: "Besonders, wenn du talentiert bist, lassen sie dich spüren, dass du anders bist und es nicht verdienst zu gewinnen." Leider ist ihr Pferd Tops nicht in Form, aber sie sind ein Team. Aber wenn nicht beide fit sind, wird es mit einem der vorderen Plätze schwierig. Aleeyah und Savannahs Eltern hoffen, dass die Mädchen mit einem Geldgewinn nach Hause kommen. Ihre Farm mit zwölf Pferden kostet viel Zeit und der Unterhalt viel Geld. Ihre Mutter Nicole gesteht: "Wir machen ihnen keinen Druck, aber wenn sie Geld mit nach Hause bringen, holt das wenigstens einen Teil unserer Kosten wieder rein." Bis jetzt hat das ganz gut geklappt, und beim diesjährigen Wettbewerb dürfen ja beide Töchter antreten, das erhöht die Chancen.