Die hängenden Gärten von Marqueyssac überragen auf einem Felsplateau spektakulär das weite Tal. Unten fliesst sanft und in vielen Schwüngen die Dordogne gen Westen. In Sarlat-la-Canéda übt ein "Lauzier" das uralte Handwerk aus, Dächer mit Steinen zu decken, die in schwindelerregender Höhe von Hand behauen werden. Doch er ist nicht etwa der letzte Vertreter einer aussterbenden Zunft - im Gegenteil. Er bildet junge Menschen aus, denn das Land erlebt eine neue Blüte und unzählige historische Bauwerke werden restauriert. In Les Eyzies an der Vézère, der kleinen Schwester der Dordogne, hat man in einer Höhle die allererste Darstellung eines Fisches gefunden, die je von Menschenhand geschaffen wurde. Sie ist rund 25'000 Jahre alt und zeigt einen über einen Meter langen Lachs. Das steinzeitliche Kunstwerk ist so präzise, dass es den Menschen der Gegenwart entscheidende Hinweise geliefert hat, als es darum ging, den Lachs wieder in der Dordogne anzusiedeln.