Das Phänomen ist noch neu und doch schon weit verbreitet: Eltern, die alles für ihren Nachwuchs geben. Nicht schulische Leistungen werden unterstützt, sondern die Gestaltung der Freizeit. Heute ist von "Manager-Eltern" die Rede, wenn die Hobby-Aktivitäten ihrer Kinder in den familiären Lebensmittelpunkt rücken und das Haushaltbudget stark belasten. In der Regel beginnt alles harmlos. Erst mit den Jahren wird es so richtig intensiv und teuer. Ausrüstung, Privatstunden, Transporte. Die Eltern leisten Fahrdienste und haben kaum mehr Zeit für sich selbst. Sie sind dauernd dort, wo ihre Kinder trainieren. Drei Familien aus den Kantonen Aargau, Schwyz und Zürich stehen im Mittelpunkt dieser Sendung. Familie Bosonac verbringt heute mehr Zeit in der Eishalle als in der eigenen Wohnung. Die zwölfjährige Tochter Julia und der neunjährige Sohn Petar sind erfolgreich und wollen Wettkämpfe gewinnen. Die Eltern unterstützen ihre beiden Kinder, indem sie bei jedem Training dabei sind. Bei der anderen Familie stehen anstelle eines Sofas Rennvelos auf Rollen im Wohnzimmer, in dem ihre vier Kinder um die Wette radeln. Und um die Geigenkarriere des 13-jährigen Sohnes zu fördern, fahren ihn seine Eltern dreimal pro Woche ins 40 km entfernte Zürich und investieren viel Geld in die Ausbildung und das perfekte Instrument.