Samstagnacht in New York. Auf den Strassen tummeln sich ausgehfreudige Menschen der unterschiedlichsten Art. Pierre Dulaine befindet sich auf dem Heimweg von seinem Tanzstudio in der Upper East Side, wo er den Kindern wohlhabender Eltern Tango, Swing und Foxtrott beibringt. Plötzlich hört er grossen Lärm und wird Zeuge, wie ein junger Afroamerikaner vor einem Schulgebäude ein Auto demoliert. Er stellt den Teenager zur Rede und realisiert rasch, wie unverstanden und perspektivelos sich dieser fühlt. Anstatt den Knaben anzuzeigen, spricht Pierre am nächsten Tag bei der Schuldirektorin Ms James vor. Er bietet ihr an, ihren Schülern Gratisunterricht zu geben. Ms James, die in ihrer Schule täglich mit Drogen und Gewalt zu tun hat, kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. Sie kann sich nicht vorstellen, dass die aufsässigen Gettokids sich ausgerechnet für Gesellschaftstänze begeistern lassen. Doch sie gibt Pierre eine Chance und überlässt ihm die Aufsicht über einige Schüler, die nachsitzen müssen. Die bunt gemischte Gruppe aus hispanischen, afroamerikanischen und weissen Jugendlichen zeigt sich natürlich nicht sonderlich begeistert von Pierres Idee. Ihre Musik ist der Hip-Hop. Schon der Klang von Pierres traditioneller Tanzmusik verursacht ihnen Bauchweh. Sie ziehen ein paar Breakdance-Nummern ab, um ihm zu zeigen, worauf sie abfahren. Aber so schnell gibt Pierre nicht auf. Er schleppt Morgan , eine seiner gut aussehenden Schülerinnen aus Manhattan, mit zum Unterricht und legt mit ihr einen heissen Tango aufs Parkett. Das Schautanzen verfehlt seine Wirkung nicht. Als Pierre dann noch ein grosses Tanzturnier mit entsprechendem Preisgeld erwähnt, hat er das Interesse seiner neuen Zöglinge geweckt. Nach ersten zaghaften Tanzversuchen erwacht in den Jugendlichen der Ehrgeiz. «Take the Lead» ist ein frecher Mix aus «Criminal Minds» und «Strictly Ballroom». Die Handlung ist inspiriert von Tatsachen, den Tanzlehrer Pierre Dulaine und sein Projekt gibt es wirklich. Allerdings arbeitet er an einer Primarschule. Um die Handlung aufzupeppen, wurde sein Wirkungsfeld aber in eine Highschool verlegt. «Wir haben die Kinder älter gemacht und Breakdance-Szenen untermischt, um ein grösseres Publikumsegment anzusprechen», sagt Produzent Christopher Godsick. Der erfahrenen Videoclip-Regisseurin Liz Friedlander ist es denn auch gelungen, einen unterhaltsamen, emotional involvierenden Film zu drehen, der von kleinen Details und der ganz bewusst übersteigerten Idee eines Antanzens gegen soziale Widerstände lebt. Antonio Banderas war für die Rolle die erste Wahl. «Pierre hat Präsenz und Charisma, Banderas ebenso», so der Produzent. Banderas zögerte nicht, die Rolle zu übernehmen: «Die Geschichte ist urban, aktuell und international. Sie benützt den Tanz als Mittel, um über Probleme zu reden, die es überall gibt, auf den Strassen Amerikas und auf den Strassen Europas.»