Das Fenster zum Abfallberg - Sizilien und sein Müllproblem

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    Illegale Mülldeponie in einem Hinterhof von Palermo
    Fotoquelle: SRF
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    Mülldeponie oberhalb von Palermo
    Fotoquelle: SRF
Report, Dokumentation
Das Fenster zum Abfallberg - Sizilien und sein Müllproblem

Infos
Originaltitel
Through my rear windows
Produktionsdatum
2018
SF1
Mo., 11.06.
11:10 - 12:00


Als der Filmemacher Salvo Manzone nach einem längeren Aufenthalt in Paris in seine Heimatstadt Palermo zurückkehrt, entdeckt er, dass sich vor seinem Fenster ein enormer Müllberg gebildet hat. Jedes Mal, wenn er aus dem Fenster schaut, scheint der Müllberg schon wieder gewachsen zu sein. Er wundert sich, dass es ausser ihm offenbar niemanden so richtig stört: Seine Nachbarn zucken nur die Schulter oder beschuldigen sich gegenseitig, und auch die Behörden sagen ihm, da könne man leider nichts machen. Doch für Manzone wird sein zugemüllter Hinterhof eine Art Obsession, ähnlich wie in Alfred Hitchcocks Film «Das Fenster zum Hof». Er beobachtet Tag und Nacht, was sich auf dieser Müllhalde gegenüber seiner Wohnung abspielt. Manzone beginnt nachzuforschen und trifft auf Behörden, die unfähig sind, die Müllmisere in den Griff zu kriegen. Doch bald wird ihm klar, dass an der Situation nicht nur das schlechte Management der Stadt oder die Mafia schuld sind, sondern auch die Bewohner. Den Müllberg vor seinem Fenster sieht er auch als eine Metapher seiner Stadt, der Insel Sizilien und der ganzen Welt, die immer mehr zugemüllt wird. Manzone beginnt, nach alternativen Entsorgungssystemen zu suchen und findet sie auch. Manzone beginnt seine Reise als betroffener Bürger, am Ende bezeichnet er sich selbst als Umweltschützer. Ihm wird bald bewusst, dass sich die Lösung für das Müllproblem vor seinem Fenster und anderswo nicht leicht finden lässt. Da bleibt Salvo Manzone nur noch die Ironie und der Humor.


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