Das Floß der Medusa

  • Im Rahmen des Opera Forward Festivals in Amsterdam greift Regisseur Romeo Castellucci das Oratorium auf und bringt es mit der aktuellen Flüchtlingskrise im Mittelmeer in Verbindung. (auf der Bühne Dale Duesing als Charon, auf der Leinwand Mamadou Ndiaye) Vergrößern
    Im Rahmen des Opera Forward Festivals in Amsterdam greift Regisseur Romeo Castellucci das Oratorium auf und bringt es mit der aktuellen Flüchtlingskrise im Mittelmeer in Verbindung. (auf der Bühne Dale Duesing als Charon, auf der Leinwand Mamadou Ndiaye)
    Fotoquelle: ARTE F
  • Hans Werner Henze vertonte das Schicksal der Schiffbrüchigen in einem radikalen Werk, das zwischen Hoffnung und Resignation, Dahinsiechen und aufbäumendem Lebenswillen schwankt. (im Hintergrund Mamadou Ndiaye, im Vordergrund Lenneke Ruiten als der Tod) Vergrößern
    Hans Werner Henze vertonte das Schicksal der Schiffbrüchigen in einem radikalen Werk, das zwischen Hoffnung und Resignation, Dahinsiechen und aufbäumendem Lebenswillen schwankt. (im Hintergrund Mamadou Ndiaye, im Vordergrund Lenneke Ruiten als der Tod)
    Fotoquelle: ARTE F
  • Das Oratorium wurde beim dritten Opera Forward Festival in Amsterdam unter anderem mit der Solistin Lenneke Ruiten (li.) aufgezeichnet; es singen der Chor der Niederländischen Nationaloper, Cappella Amsterdam und der Nieuw Amsterdams Kinderkoor. Vergrößern
    Das Oratorium wurde beim dritten Opera Forward Festival in Amsterdam unter anderem mit der Solistin Lenneke Ruiten (li.) aufgezeichnet; es singen der Chor der Niederländischen Nationaloper, Cappella Amsterdam und der Nieuw Amsterdams Kinderkoor.
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  • Henze vertonte das Schicksal der 150 Schiffbrüchigen in einem radikalen Werk (auf der Leinwand Mamadou Ndiaye als Met; im Hintergrund Bo Skovhus als Jean-Charles, Lenneke Ruiten als der Tod; im Vordergrund Dale Duesing als Charon). Vergrößern
    Henze vertonte das Schicksal der 150 Schiffbrüchigen in einem radikalen Werk (auf der Leinwand Mamadou Ndiaye als Met; im Hintergrund Bo Skovhus als Jean-Charles, Lenneke Ruiten als der Tod; im Vordergrund Dale Duesing als Charon).
    Fotoquelle: ARTE F
Musik, Oper
Das Floß der Medusa

Infos
Online verfügbar von 03/02 bis 03/07
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2018
arte
Mo., 04.02.
00:05 - 01:25


"Das Floß der Medusa" ist ein von Hans Werner Henze komponiertes Oratorium, das besondere Berühmtheit durch seine gescheiterte Uraufführung erlangte. Im Dezember 1968 sollte das Werk in der Hamburger Ernst-Merck-Halle erstmals auf die Bühne gebracht und zugleich im NDR-Radio live übertragen werden. Politische Proteste der 1968er-Bewegung verhinderten dies, sodass die Aufführung abgesetzt werden musste und lediglich ein Mitschnitt der Generalprobe im Radio gespielt wurde. Fünfzig Jahre später, im März 2018, bringt Romeo Castellucci das Werk auf die Bühne der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam und unterstreicht dessen Aktualität. Der italienische Bühnenregisseur zieht ergreifende Parallelen zwischen Henzes Werk, das den tragischen Schiffbruch der französischen Fregatte "Méduse" 1816 vor der Küste Südafrikas behandelt, und der aktuellen Flüchtlingskrise im Mittelmeer. In seiner Inszenierung bedient sich Castellucci der Bilderwelt der Medien und vereint Oper, Theater und Video. Damit will er den Zuschauer der Gegenwart erreichen, den er im Übrigen auch in die Inszenierung einbezieht und zum Akteur macht. Auch dem Chor, bestehend aus dem Chor der Niederländischen Nationaloper und dem Kammerchor Cappella Amsterdam, lässt Castellucci eine gewichtige Rolle zukommen: In "Das Floß der Medusa" verkörpert er eine anonyme, ihrem Schicksal überlassene Masse. Die Aufführung wurde beim dritten Opera Forward Festival in Amsterdam mit den Solisten Lenneke Ruiten in der Rolle des Todes, Bo Skovhus als Jean-Charles und Dale Duesing als Charon aufgezeichnet; im Orchestergraben dirigiert Ingo Metzmacher das Netherlands Philharmonic Orchestra.


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