Seit frühester Kindheit kennt Elisabeth Mitter die Nockberge in Kärnten, wo ihre Eltern jeden Sommer eine Sennhütte bewirtschaftet haben. Von ihrem Vater hat Lis alles Wissenswerte über Bergkräuter und ihre Wirkung für Schönheit und Gesundheit gelernt. Sie sammelt den Speik, eine einzigartige Pflanze, die nur auf den Hochalmen der Nockberge wächst. Bereits in der Antike diente der Speik als Rohstoff für hautstraffende Pflegeprodukte. Bis heute werden aus Speickpflanzen Cremes, Öle und andere Kosmetikprodukte hergestellt. Der Speik ist streng geschützt und darf nur von zwei Bauern in größeren Mengen gesammelt werden. Elisabeth Mitter, sie wird liebevoll "Kräuter Lis" genannt, führt uns auch in das im Ostalpenraum einmalige Karlbad. Für dieses uralte Heilbad der Bergbauern und Knechte werden Steine auf 1000 Grad erhitzt. Sie landen in Lerchenholztrögen, die mit kaltem Bergwasser gefüllt sind, wo sie dann zerbersten und dabei Schwefel und Magnesium freisetzen. So erwärmt sich das Wasser auf 40 Grad. Das Bad wird heute noch als Heilbad genutzt.