Marthe soll ins Kloster gehen, um mehr über die Heilkunst zu lernen. Mit diesem Vorschlag will Markgräfin Hedwig erzwingen, dass sie ihren schwerkranken Sohn Dietrich heilt. Doch Ritter Christian, der vom Feldzug gegen Heinrich den Löwen verwundet zurückgekehrt ist, lehnt entschieden ab. Er möchte, dass sie bei den Siedlern bleibt. Auf diese kommt eine neue Gefahr zu: durch einen Silberfund wird das Dorf zum Spielball der Interessen. Otto von Wettin sieht die Chance auf Reichtum, doch höchste Eile ist geboten, bevor der Kaiser davon erfährt. Deshalb schlägt der skrupellose Ritter Randolf die Ausrufung des freien Schürfrechtes vor. Christian fürchtet den Vorschlag seines Rivalen, der unkontrollierbares Gesindel in das junge Dorf locken würde. Um dieses Unheil abzuwenden, braucht er die Unterstützung der geschickt taktierenden Gräfin. Den Preis dafür kennt er bereits: Marthe. Um Dietrich zu retten, soll sie ihre Gabe einsetzen, für die ihre Mutter wegen Hexerei sterben musste. Am Krankenbett des Jungen muss sich die junge Frau entscheiden, ob sie diesen gefährlichen Schritt wagt. Unterdessen lauert Randolf auf eine Gelegenheit, um Christian zu schaden und seine Macht zu erweitern. Als Otto gemeinsam mit seinem Rivalen an der Seite zur Jagd aufbricht, sieht er die Gelegenheit dafür gekommen.