Sechs Richtige im Lotto! Wenn das kein Glück ist für Georg Freudenreich. Denn so kann nun doch alles so bleiben, wie es ist. Seit dem Tod seiner Frau vor fünf Jahren verbarrikadiert er sich im inzwischen viel zu großen Haus. Dass er dabei mehr und mehr verwahrlost, merkt er gar nicht. Seine Tochter Judith will mit ihrem Mann in die USA ziehen und wird sich dann nicht mehr um Georg kümmern können. Aber dass Georg alleine bleibt und niemand für ihn sorgt - undenkbar für Judith. Das böse Wort Entmündigung schwebt über Georg, als gerade zum rechten Zeitpunkt der Lottogewinn kommt. Jetzt kann er sich jede nötige Unterstützung leisten und sich damit seine Selbstständigkeit bewahren. Ausgelassen feiert er mit seinem Mitgewinner und Schwager Heinrich. Das traurige Erwachen folgt am nächsten Tag. Heinrich kann den Schein nicht mehr finden. Doch da kommt der rettende Gedanke: Der Gewinn hat sich ohnehin schon herumgesprochen und entsprechenden Eindruck gemacht. Warum also nicht einfach weiter die Lottokönige spielen, zumindest so lange, bis Judith beruhigt in die USA abgereist ist? So jedenfalls lautet der Vorschlag von Sylva, der quirligen Mitbewohnerin aus Heinrichs Altersheim. Ruckzuck wird Georgs Haus von den rüstigen Heimbewohnern auf Vordermann gebracht, und bevor Georg sich versieht, stellt Sylva sich seiner Tochter als seine Lebensgefährtin vor und zieht bei ihm ein.