Das Gold des Himalaja

  • Der Protagonist Norbu (Sohn von Tharchen/Angschuk und Tashi) - er soll in zwei Jahren mit seiner Frau das Nomadenzelt der Familie übernehmen. Vergrößern
    Der Protagonist Norbu (Sohn von Tharchen/Angschuk und Tashi) - er soll in zwei Jahren mit seiner Frau das Nomadenzelt der Familie übernehmen.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Filmquadrat/Alexande
  • Alte Nomaden mit Gebetsmühle vor ihren Zelten in der auf 4000m gelegenen Grenzregion zu Tibet. Vergrößern
    Alte Nomaden mit Gebetsmühle vor ihren Zelten in der auf 4000m gelegenen Grenzregion zu Tibet.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Filmquadrat/Monisha
  • Die Protagonisten Tarchin und seine Frau Tashi beim Umzug des Nomadenlagers. Vergrößern
    Die Protagonisten Tarchin und seine Frau Tashi beim Umzug des Nomadenlagers.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Filmquadrat/Alexande
  • Tashi (Frau von Tharchen und Angschuk) mit ihrer gleichnamigen Schwiegertochter im Nomadenzelt. Vergrößern
    Tashi (Frau von Tharchen und Angschuk) mit ihrer gleichnamigen Schwiegertochter im Nomadenzelt.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Filmquadrat/Alexande
  • Der Nomade Angschuk (Bruder von Tharchen und zweiter Ehemann von Tashi) in den Bergen des Changtang. Vergrößern
    Der Nomade Angschuk (Bruder von Tharchen und zweiter Ehemann von Tashi) in den Bergen des Changtang.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Filmquadrat/Alexande
Report, Dokumentation
Das Gold des Himalaja

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2007
3sat
Di., 21.03.
13:20 - 14:05
Nomadenleben in Ladakh


Der Changtang im Himalaja ist die höchste von Menschen bewohnte Gegend der Welt. Er beherbergt einen besonderen Schatz, den die Changpa-Nomaden hüten: die Kaschmir-Wolle. Im kurzen Gebirgssommer besuchten Regisseur Thomas Wartmann und ein Filmteam die abgeschiedene Region. Drei Wochen lang waren sie mit den Changpa unterwegs - in einer Höhe von über 4000 Metern. Sogar ein verfrühter Wintereinbruch hat sie überrascht. Die Changpa-Nomaden leben im äußersten Norden Indiens, in Ladakh, an der Grenze zu Tibet. Mit Yaks, Schafen und Ziegen wandern sie über Hochebenen, die so einsam sind, dass sie von den anderen Ladakhis nur "irgendwo da draußen" genannt werden. Daher der Name, Changtang. Eine Landschaft, in der die Luft dünn und der Wind eisig ist, wo das Vieh weit ziehen muss, um dem Boden zum Fressen etwas abzugewinnen. Doch nur in großen Höhen und extrem kalten Wintern wächst den Ziegen im Fell eine Art wärmendes Unterkleid. Sobald der Sommer kommt, werden diese allerfeinsten Haare von den Nomaden herausgekämmt, gesäubert, gesammelt und an Großhändler verkauft. In der Hauptstadt Leh wird das wertvolle Ziegenhaar dann zu Paschmina-Wolle gesponnen und von hier in die ganze Welt exportiert. Auch wenn die Bergnomaden das Endprodukt - die teuren Kaschmirpullover und Schals westlicher Luxus-Labels - nie selbst zu Gesicht bekommen, ist Paschmina für sie das "Gold" des Changtang. "Es ist das, was uns satt macht, das einzige, was uns ernährt", sagt der alte Nomade Tarchen. "Woanders gibt es Äcker und Felder, bei uns wächst nichts. Wir bauen sozusagen Ziegenhaar an." Tharchens Sohn Norbu ist kein bedingungsloser Freund der Tradition. Der 19-jährige hat in der Hauptstadt Leh die Schule besucht, sie jedoch ohne Abschluss verlassen, weil er von einem Job als Taxi - oder LKW-Fahrer träumt. Er möchte ein besseres Leben als das seiner Eltern. Das Nomadenhandwerk scheint ihm zu mühsam und kräftezehrend. Die Heimat seiner Eltern, den Changtang, besucht er nur, weil er aus Leh flüchten musste. Norbu hat nämlich Brautraub begangen; er hat eine 17-jährige entführt. Mit der Ankunft Norbus und der Entführten, die sich offenbar bereitwillig in ihr Schicksal einfügt, beginnt der Film.


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