Das Große Barriere-Riff

  • Ausgewachsenes Leistenkrokodil (Salzwasserkrokodil) im Daintree River, Queensland, Australien Vergrößern
    Ausgewachsenes Leistenkrokodil (Salzwasserkrokodil) im Daintree River, Queensland, Australien
    Fotoquelle: ZDF/ORF/BBC/James Brickell
  • Grüne Meeresschildkröte im Seegras am Großen Barriere Riff Vergrößern
    Grüne Meeresschildkröte im Seegras am Großen Barriere Riff
    Fotoquelle: ZDF/ORF/BBC/Tara Artner
  • Helmkasuar im Queensland-Regenwald Vergrößern
    Helmkasuar im Queensland-Regenwald
    Fotoquelle: ZDF/ORF/BBC/James Brickell
  • Waran auf Lizard Island Vergrößern
    Waran auf Lizard Island
    Fotoquelle: ZDF/ORF/BBC/James Brickell
  • Anglerfisch, Großes Barriere Riff Vergrößern
    Anglerfisch, Großes Barriere Riff
    Fotoquelle: ZDF/ORF/BBC/Richard Fitzpatr
  • Winker-Krabbe im Mangrovenschlamm Vergrößern
    Winker-Krabbe im Mangrovenschlamm
    Fotoquelle: ZDF/ORF/BBC/James Brickell
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    Seestern im Seegras, Großes Barriere Riff
    Fotoquelle: ZDF/ORF/BBC/Tara Artner
  • Seegurke mit Eingeweidefisch, Großes Barriere Riff Vergrößern
    Seegurke mit Eingeweidefisch, Großes Barriere Riff
    Fotoquelle: ZDF/ORF/BBC/Richard Fitzpatr
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    Mangrovenwurzeln, Großes Barriere Riff
    Fotoquelle: ZDF/ORF/BBC/David Wachenfeld
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    Junges Leistenkrokodil (Salzwasserkrokodil) am Daintree River, Queensland, Australien
    Fotoquelle: ZDF/ORF/BBC/James Brickell
Natur+Reisen, Natur und Umwelt
Das Große Barriere-Riff

3sat
Di., 12.02.
17:00 - 17:45
Folge 2, Vom Riff zum Regenwald


Das Große Barriere-Riff ist mit 3000 einzelnen Riffen und mehr als 600 Inseln nur Teil eines größeren Lebensraums an der Nordküste Australiens. Der Film stellt dieses Ökosystem vor. Es ist ein Gebiet, das von faszinierenden Gegensätzen geprägt ist - von Lagunen und Mangrovensümpfen, von Riffen und Regenwäldern. Eingebettet zwischen zwei extremen Lebensräumen, dem Korallenriff im Meer und dem tropischen Regenwald am Festland, liegt eine riesige Lagune. Über Jahrtausende hinweg entstanden, ist sie mehr als 100 Meter tief. Zwei Drittel des Lagunenbodens sind mit Sand bedeckt, eine Wüste unter Wasser. Hier überlebt nur, wer sich perfekt tarnen kann. Wie der Röhrenaal, der niemals sein solides Erdloch verlässt, Steinfische, die sich im Sand vergraben und auf Beute lauern, oder der Eingeweidefisch, der zum eigenen Schutz im Darm einer Seegurke haust. Die Lagune ist ein Ort ständiger Gefahr: Hammerhaie und Stachelrochen schweben wie Detektoren über den sandigen Böden. Sie orten die elektrischen Impulse von Herzschlag und Gehirnströmen der gut getarnten Meeresbewohner. Gelegentlich gleiten an der Wasseroberfläche auch Würfelquallen durch die Lagune. Das Nesselgift ihrer meterlangen Tentakel zählt zu den stärksten im ganzen Tierreich. An manchen Stellen haben sich Oasen im sandigen Lagunenboden gebildet. Hier sind Pflanzen und Weichkorallen für eine Formenvielfalt verantwortlich, die ausreichend Deckung für zahlreiche Jungfische bietet. Dank ausgedehnter Seegraswiesen können hier auch seltene Meerestiere wie Meeresschildkröten oder Dugongs überleben. Letztere werden etwa drei Meter lang und sind weitläufige Verwandte der Elefanten: Vor der australischen Küste befindet sich eines ihrer letzten Refugien. Der tropische Regenwald auf dem Festland hat eine Schlüsselfunktion für das vielfältige Ökosystem des Großen Barriere-Riffs. An durchschnittlich 120 Tagen im Jahr ergießen sich hier sintflutartige Regenfälle über das Land. Der dichte Wald hält die Wassermassen in Zaum und regelt die Zufuhr des Süßwassers in die Brackwasserzone, in jene Bereiche also, in denen es zu einer Durchmischung des süßen Flusswassers mit dem salzigen Meerwasser kommt. In den Mangrovengebieten an der Küste wiederum zersetzen Mikroorganismen das Sediment zu Schlamm. Dieser ist Nahrungsquelle für Wellhornschnecken oder Siedlerkrebse, deren Exkremente wiederum wertvolle Futterquelle für die Mikroorganismen im Meerwasser sind. Der Regenwald und die Mangroven, die Lagune und das Barriere-Riff: Sie alle fügen sich wie Puzzlesteine zu einer aufeinander abgestimmten Wirkungskette zusammen. Verändert sich eine Landschaftsform, beeinflusst dies alle Bereiche des komplexen Ökosystems.


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