Das Jahrhunderthochwasser

  • Wilhelm Wichert, Chef vom Haxenhaus in der Kölner Altstadt. Sein Restaurant stand komplett unter Wasser. Mitarbeiter fuhren mit dem Schlauchboot über die Theke. Vergrößern
    Wilhelm Wichert, Chef vom Haxenhaus in der Kölner Altstadt. Sein Restaurant stand komplett unter Wasser. Mitarbeiter fuhren mit dem Schlauchboot über die Theke.
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  • Sven Plöger, Wettermoderator, erinnert sich an das Hochwasser 1993. Vergrößern
    Sven Plöger, Wettermoderator, erinnert sich an das Hochwasser 1993.
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  • 1993, Rees/Niederrhein: ein THW-Schiff bringt die Milch von Bauern an das Festland. Vergrößern
    1993, Rees/Niederrhein: ein THW-Schiff bringt die Milch von Bauern an das Festland.
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  • Michael Thielges vom THW Bonn. Er saß in den Weihnachtstagen viele Stunden im kleinen Boot und versorgte die vom Hochwasser Eingeschlossenen in Bonn-Beuel. Vergrößern
    Michael Thielges vom THW Bonn. Er saß in den Weihnachtstagen viele Stunden im kleinen Boot und versorgte die vom Hochwasser Eingeschlossenen in Bonn-Beuel.
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  • Landwirt Heinrich Enders aus Grietherort/Rees am Niederrhein erinnert sich an das Hochwasser 1993. Vergrößern
    Landwirt Heinrich Enders aus Grietherort/Rees am Niederrhein erinnert sich an das Hochwasser 1993.
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  • Der Pegel in der Kölner Altstadt im Dezember 1993 - das Hochwasser stieg um acht Zentimeter in der Stunde. Vergrößern
    Der Pegel in der Kölner Altstadt im Dezember 1993 - das Hochwasser stieg um acht Zentimeter in der Stunde.
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  • Das Weihnachtsfest 1993 werden viele Menschen, vor allem im Rheinland, nie vergessen. Der Dezember brachte ungewöhnlich viel Regen, der Rhein stieg seit dem 18. Dezember, und die Anwohner des Flusses bereiteten sich auf ein Weihnachtshochwasser vor, wie sie es schon häufiger erlebt hatten. - Blick auf das überflutete Köln mit dem Dom (Foto v. 23.12.93) Vergrößern
    Das Weihnachtsfest 1993 werden viele Menschen, vor allem im Rheinland, nie vergessen. Der Dezember brachte ungewöhnlich viel Regen, der Rhein stieg seit dem 18. Dezember, und die Anwohner des Flusses bereiteten sich auf ein Weihnachtshochwasser vor, wie sie es schon häufiger erlebt hatten. - Blick auf das überflutete Köln mit dem Dom (Foto v. 23.12.93)
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  • Medienhafen Düsseldorf. Hier sendete Antenne Düsseldorf 1993 im Hochwasser, bis sie von Feuerwehrmännern aus dem Haus getragen wurden. Vergrößern
    Medienhafen Düsseldorf. Hier sendete Antenne Düsseldorf 1993 im Hochwasser, bis sie von Feuerwehrmännern aus dem Haus getragen wurden.
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Report, Dokumentation
Das Jahrhunderthochwasser

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WDR
Fr., 21.12.
20:15 - 21:00
Flutwelle durch Nordrhein-Westfalen


Eigentlich hätten alle gewarnt sein müssen. In der Vorweihnachtszeit 1993 machten lang anhaltende Regenfälle den Rhein im Süden Deutschlands zu einem reißenden Gewässer. Die Flutwelle näherte sich Nordrhein-Westfalen bedrohlich. Als dann am Deutschen Eck auch noch die Hochwasser führende Mosel dazukam, stand ein Viertel der Stadt Koblenz unter Wasser. Am 22. Dezember kam es dann in Köln zur Katastrophe. Die Kölner Altstadt versank zu großen Teilen im Wasser: Heilig Abend ohne Heizung und Strom. Reinhard Vogt, damals Leiter der Kölner Hochwasserschutzzentrale, hatte angesichts der Wetterlage ein ungutes Gefühl, aber seine Warnungen wurden nicht ernst genommen. Oder zu spät. Denn erst nachdem der Rheinpegel auf mehr als acht Meter gestiegen war, machten die Kölner Ernst. Spundwände wurden eiligst installiert. Die reichten zwar bis zu einer Wasserhöhe von zehn Metern. Doch der Rheinpegel stieg um acht Zentimeter in der Stunde. Die Altstadtbewohner verbarrikadierten Türen und Fenster und trugen alles Wertvolle in die oberen Stockwerke. In den südlichen Stadtteilen standen die ersten Straßen bereits unter Wasser, der Rheinufertunnel wurde geschlossen. Am 22. Dezember um 20.56 Uhr nutze dann alles nichts mehr. Der Rhein schwappte über, Restaurants und Brauhäuser standen unter Wasser. In der Dokumentation "Das Jahrhunderthochwasser" erinnert sich Wilhelm Wichert, Wirt des Haxenhauses, an diesen Moment, als er mit dem Schlauchboot aus seinem Schankraum fuhr. Mit 10,63 Meter hatte der Kölner Pegel an Heiligabend seinen Höhepunkt und fast einen neuen Rekord erreicht. Seit 1926 hatte es keine derartige Flut mehr gegeben. Köln und Bonn waren am stärksten betroffen. Bonn-Beuel, 400 Meter vom Rhein entfernt, war nur mit Booten befahrbar. THW und DLRG arbeiteten im Dauereinsatz. In dem Film von Lothar Schröder erzählt Anwohnerin Gertrude Jöbsch, wie sie von ihrem Sohn mit einem Faltboot gerettet wurde. Weiter rheinabwärts versuchten die Radiomacher von Antenne Düsseldorf im Düsseldorfer Hafen vom Hochwasser zu berichten - bis sie die Feuerwehr kurzerhand aus dem Haus trug. Am Niederrhein schwappten die Wellen pausenlos gegen den alten Hof von Heinrich Enders. Nebenan standen die Kühe bis zum Bauch im Wasser und mussten die Tage stehend verbringen, um nicht zu ertrinken. 430 Millionen Euro sind seit der Katastrophe vor 25 Jahren allein in Köln investiert worden. Die Stadt gilt heute als wegweisend in Sachen Hochwasserschutz. Experten aus der ganzen Welt kommen, um sich die Logistik anzuschauen.


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