Wegen ihrer reinen Farbe und ihrer unumstrittenen Rolle als Kindernahrung hat Milch in der Gesellschaft eine hohe symbolische, ja beinahe mythische Bedeutung. Auf dem globalen Lebensmittelmarkt ist sie ein gefragter Rohstoff, mit dem knallhart gehandelt wird. Grimme-Preisträger Andreas Pichler blickt hinter die Kulissen der Milchindustrie und zeigt die Konsequenzen für Mensch, Tier und Umwelt. Von dem bis heute romantisch verklärten Bild der idyllischen Milchviehwirtschaft ist in Wahrheit nicht mehr viel übrig: Aus dem Geschäft mit der Milch ist eine milliardenschwere Industrie geworden, die dafür sorgt, dass der Milchkonsum weltweit konstant ansteigt. Doch um welchen Preis? Obwohl fast zwei Drittel aller Erwachsenen weltweit laktoseintolerant sind, werden allein in Europa jährlich 200 Millionen Tonnen Milch und Milchpulver produziert und auf den Markt gebracht. Wie wurden die Kühe zu Lieferanten für eine hochtechnisierte Milchindustrie? Welche Alternativen gibt es? Welche Menschen stehen dahinter? Welche Auswirkungen hat die Milch auf die Gesundheit? Grimme-Preisträger Andreas Pichler trifft in seinem Dokumentarfilm Bäuerinnen und Bauern, Molkereivorstände, Politikerinnen und Politiker, Lobbyisten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sein Film ist eine Reise über mehrere Kontinente, räumt mit Vorurteilen auf und zeigt Lösungen auf. "Das System Milch" wurde unter anderem mit dem Deutschen Wirtschaftsfilmpreis 2018 ausgezeichnet und erhielt das Prädikat "wertvoll" von der Deutschen Film- und Medienbewertung.