Am frühen Morgen des 18. September 1943 rücken Wehrmachtssoldaten in die kleine süditalienische Hafenstadt Trani ein. Ihr Befehl lautet: 50 männliche Geiseln gefangen nehmen, abtransportieren und vor den Toren der Stadt erschießen. Eine Vergeltungsmaßnahme - wenige Tage zuvor sind in Trani fünf deutsche Soldaten aus dem Hinterhalt getötet worden. Nun sollen für jeden getöteten Deutschen zehn unschuldige italienische Männer sterben. Die Bewohner der Kleinstadt sind in heller Aufruhr. Immer mehr Gefangene werden zusammengetrieben. Quälende Stunden vergehen. Am Nachmittag gibt der Offizier plötzlich die Anordnung zum Aufbruch - ohne die Gefangenen. Man glaubt an ein Wunder und munkelt, dass der deutsche Offizier sich für seine Befehlsverweigerung verantworten müsse. Doch sein Name und Schicksal bleiben lange unbekannt. Mehr als sechzig Jahre später reist einer der deutschen Soldaten, die damals die Geiseln erschießen sollten, noch einmal nach Italien. Nun kann die Geschichte des Wunders von Trani zu Ende erzählt werden.