Der Dokumentarfilm rekonstruiert die unglaubliche Geschichte einer über 50 Jahre verloren geglaubten Sammlung von Filmen aus den Jahren 1910 bis 1920. Gefunden wurden 1978 bei Bauarbeiten insgesamt 533 Filme unter einer Eislaufbahn im subarktischen Yukon-Territorium in Kanada. Bill Morrison schnitt Auszüge dieser vom Permafrost konservierten Aufnahmen zusammen - Stummfilme, Nachrichten, Archivsequenzen, Interviews und historische Fotografien - und unterlegte sie mit Musik von Alex Somers. Durch seine Auseinandersetzung mit den ehemals verschollenen Filmrollen erzählt er die Geschichte einer kanadischen Stadt in Zeiten des Goldrauschs. Die Stadt und ihre Umgebung waren einst wichtiges Jagd - und Fischfangebiet eines nomadisch lebenden indigenen Volksstamms, dessen Verdrängung im Film dokumentiert wird. Gegründet wurde Dawson City im Entstehungsjahr der ersten Kinoprojektoren: 1896. Schnell entwickelte sich die Stadt zum Hauptschauplatz des Klondike-Goldrauschs, der bis zu 100.000 Abenteurer in die Region lockte. Die 1902 gegründete Dawson Amateur Athletic Association organisierte öffentliche Filmvorführungen, und schon bald wurde Dawson City zur letzten Station einer Vertriebskette für Zeitschriften und Nachrichtenfilme im Yukon-Territorium. Nur wenige der Filmrollen gingen wieder an den Absender zurück. Seit 1929 wurde die Sammlung unter der Eislauffläche von Dawson City gelagert, wo sie von Brettern und einer Erdschicht geschützt war. Wiederentdeckt wurde sie 1978, als ein Bulldozer beim Bau eines Freizeitzentrums ganz unerwartet diese Unmengen von Metalldosen mit Filmrollen zutage förderte. Heute befindet sich die berühmt gewordene Dawson City Collection im kanadischen Nationalarchiv in Ottawa und in der US-amerikanischen Library of Congress in Washington. Die beiden Institutionen ließen das gesamte Material restaurieren und als 35-mm-Kopie sichern.