Debbie Harry - Atomic Blondie

  • Debbie Harry in jungen Jahren, fotografiert von ihrem langjährigen Kreativ- und Lebenspartner Chris Stein, der nicht nur Blondie-Gitarrist, sondern auch ein versierter Fotograf war. Vergrößern
    Debbie Harry in jungen Jahren, fotografiert von ihrem langjährigen Kreativ- und Lebenspartner Chris Stein, der nicht nur Blondie-Gitarrist, sondern auch ein versierter Fotograf war.
    Fotoquelle: ARTE / Chris Stein
  • Erfand Mitte der 70er-Jahre eine neue, kühle und selbstbestimmte Art der Erotik: Debbie Harry, Sängerin der Band Blondie. Vergrößern
    Erfand Mitte der 70er-Jahre eine neue, kühle und selbstbestimmte Art der Erotik: Debbie Harry, Sängerin der Band Blondie.
    Fotoquelle: ARTE / Chris Stein
  • Debbie Harry: Ein rebellisches Mädchen aus kleinbürgerlichen Verhältnissen wird Mitte, Ende der 70-er zur größten weiblichen Ikone des Pop. Vergrößern
    Debbie Harry: Ein rebellisches Mädchen aus kleinbürgerlichen Verhältnissen wird Mitte, Ende der 70-er zur größten weiblichen Ikone des Pop.
    Fotoquelle: EMI
  • "Pollinator", das jüngste Album der mittlerweile wiedervereinten Band Blondie, erhielt 2017 gute Kritiken. Debbie Harry und ihre Mannen luden sich dafür alte Weggefährten und junge Bewunderer ein. Vergrößern
    "Pollinator", das jüngste Album der mittlerweile wiedervereinten Band Blondie, erhielt 2017 gute Kritiken. Debbie Harry und ihre Mannen luden sich dafür alte Weggefährten und junge Bewunderer ein.
    Fotoquelle: Alexander Thompson
  • Debbie Harry mit 68 Jahren: Damals, vor fünf Jahren, fühlte sie immer noch wie ein junges Partygirl, wie sie in einem Interview preisgab. Vergrößern
    Debbie Harry mit 68 Jahren: Damals, vor fünf Jahren, fühlte sie immer noch wie ein junges Partygirl, wie sie in einem Interview preisgab.
    Fotoquelle: Eleven Seven Music
  • Gut konservierte Punk- und Wave-Ursuppe: Seit Anfang der 70er-Jahre sind Gitarrist Chris Stein (links), Sängerin Debbie Harry (Mitte) und Drummer Clem Burke der Kern von Blondie. Vergrößern
    Gut konservierte Punk- und Wave-Ursuppe: Seit Anfang der 70er-Jahre sind Gitarrist Chris Stein (links), Sängerin Debbie Harry (Mitte) und Drummer Clem Burke der Kern von Blondie.
    Fotoquelle: F. Scott Schafer
  • Auf dem Laufsteg mit 72 Jahren: Debbie Harry posiert bei einem Fashion Event in London im September 2017. Vergrößern
    Auf dem Laufsteg mit 72 Jahren: Debbie Harry posiert bei einem Fashion Event in London im September 2017.
    Fotoquelle: Stuart C. Wilson/Getty Images
  • Debbie Harry von Blondie bei einer Preisverleihung in London (Juni 2017). Vergrößern
    Debbie Harry von Blondie bei einer Preisverleihung in London (Juni 2017).
    Fotoquelle: John Phillips/Getty Images
  • Hat immer noch Lust aufs Rampenlicht und "ästhetische Experimente": Debbie Harry bei der Präsentation des Labels Vin + Omi im Herbst 2017. Vergrößern
    Hat immer noch Lust aufs Rampenlicht und "ästhetische Experimente": Debbie Harry bei der Präsentation des Labels Vin + Omi im Herbst 2017.
    Fotoquelle: Stuart C. Wilson/Getty Images
Musik, Musikerinnenporträt
The Birth of Cool
Von Eric Leimann

Infos
Schwerpunkt, Synchronfassung, Online verfügbar von 17/08 bis 24/08
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2017
arte
Fr., 17.08.
21:55 - 22:50


Als Sängerin der Band Blondie erfand Debbie Harry Mitte der 70-er das Bild der selbstbewussten und dennoch Sex-Appeal ausstrahlenden Frontfrau im Pop.

In der ARTE-Dokumentation "Debbie Harry – Atomic Blondie" erzählt Pascal Forneri den Werdegang eines kleinbürgerlich konservativ aufgewachsenen Mädchens zum größten Popstar seiner Zeit. Die Band Blondie mit Sängerin Debbie Harry entsprang Mitte der 70-er der New Yorker Punkszene. Mit ihrer großen Popbegabung suchten die kunstaffinen Musiker jedoch den Weg in einen neuen, selbstdefinierten Mainstream. Der machte Anleihen bei Disco, Wave, dem brandneuen Rap und klassischen Ohrwurm-Melodien. Mit Hits wie "Denis", "Heart of Glass" und "Call Me" landete Blondie in den späteren 70-ern und frühen 80-ern einen Hit nach dem anderen. Die 52 Minuten lange Doku, eine deutsche Erstausstrahlung, zeichnet den Weg Debbie Harrys und ihres langjährigen Lebens- und Kreativpartners Chris Stein nach.

Fast möchte man meinen, Debbie Harry – in zahlreichen Interviewschnipseln dieser lehrreichen Dokumentation ist es zu sehen – wolle selbst nicht zu viel von dem verraten, was hinter ihrem mit Oberflächenreizen spielenden Pop tatsächlich steckt. Warum auch, ihre kühle Erotik, das punkig Trotzige, Überlegene – es könnte darunter leiden. Letztlich muss man sich ja als Popphänomen nicht selbst analysieren. Auch diese Verweigerung ist ein Stück weit Punk.

Debbie Harry kam am 1. Juli 1945 als Angela Trimble zur Welt. Ihre Mutter, eine bekannte Konzertpianistin, gab sie zur Adoption frei. So landete das drei Monate alte Baby als Deborah Ann "Debbie" Harry bei einer kleinbürgerlichen Familie in Hawthorne, New Jersey. Deren Ideal sah für Mädchen vor, brav und aufrecht zu leben, damit man einen guten Mann findet. Debbie jedoch legte sich früh eine Alternativ-Version dieser Persönlichkeit zu, mit der sie sich im Nachbarort den Jungs präsentierte, während sie daheim brav blieb. Der Basistest fürs Popbusiness war bestanden.

Später ging Debbie Harry nach New York, um als Künstlerin ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Der kurzlebigen Flower-Power-Band The Wind In The Willows folgte der Schritt hinein in den Geburtskanal des Punk – zu Blondie. Als erster Pin-Up-Rockstar der Geschichte inspirierte die Platinblonde zahlreiche Frauen, in Bands die tragende Rolle zu übernehmen und eine selbst gewählte Version von Erotik, Glam und Spaß zu definieren – nicht nur die der Männer. So wurde ein wohlerzogenes Mädchen aus der Nachkriegs-Vorstadtkultur Amerikas zur Wegbereiterin der Girl Power. Madonna, Taylor Swift und Lady Gaga wären ohne Debbie Harry nicht möglich gewesen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst


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