Deniz Yücel

Report, Dokumentation
Deniz Yücel

ARD
Mo., 15.04.
22:45 - 23:30
Wenn Pressefreiheit im Gefängnis landet


Deniz Yücel, der Journalist des Springer-Verlages, saß über ein Jahr in der Türkei im Gefängnis. Der absurde Vorwurf: Terrorpropaganda. Erst im Februar 2018 wurde Yücel entlassen. Seine Haft: ein Tiefpunkt der deutsch-türkischen Beziehungen. Seine Entlassung: umrankt von Gerüchten über mögliche, geheimnisvolle Waffendeals oder andere Zugeständnisse der deutschen Regierung. Die Journalistin und "Tagesthemen"-Moderatorin Pinar Atalay hat sich auf die Suche nach der wahren Geschichte gemacht, die hinter der Verhaftung und Entlassung von Deniz Yücel steckt. Sie hat den Journalisten zu einem mehrtägigen Interview getroffen. Sie sprach auch mit dem damaligen Außenminister Sigmar Gabriel, mit der Führungsriege des Springer-Verlages und vielen weiteren, die sich für die Freilassung des Journalisten engagierten. Die Verhaftung von Deniz Yücel führte zu diplomatischen Verwerfungen zwischen Deutschland und der Türkei. Neben all den politischen Aktivitäten hinter den Kulissen gab es eine öffentlichkeitswirksame Solidaritätswelle in Deutschland. Der Freundeskreis "Free Deniz" fuhr mit Autokorsos durch deutsche Städte, veranstaltete Lesungen und Konzerte. Wie kompliziert die Situation war, wissen einige der an einer diplomatischen Lösung Beteiligten. Immer wieder berichten sie in vertraulichen Gesprächen, dass der Springer-Verlag frühzeitig vor einer drohenden Inhaftierung seines Journalisten gewarnt worden sei. Und dass man angesichts seiner beiden Staatsangehörigkeiten nur wenig für ihn tun könne. Dennoch habe der Verlag ihn nicht endgültig aus der Türkei abgezogen. Der Springer-Verlag bestreitet dies, betont, alles in Absprache mit dem Auswärtigen Amt entschieden zu haben. Abgeschlossen ist der Fall Yücel noch lange nicht. Der Journalist ist zwar frei, bleibt aber weiter in der Türkei angeklagt. Ihm drohen mehrere Jahre Haft. Wird er jemals als freier Mann in die Türkei zurückkehren können?
Deniz Yücel, der Journalist des Springer-Verlages, saß über ein Jahr lang in der Türkei im Gefängnis. Der absurde Vorwurf: Terrorpropaganda. Erst im Februar 2018 wurde Yücel entlassen. Seine Haft: ein Tiefpunkt der deutsch-türkischen Beziehungen. Seine Entlassung: umrankt von Gerüchten über mögliche, geheimnisvolle Waffendeals oder andere Zugeständnisse der deutschen Regierung.
Die Journalistin und "Tagesthemen"-Moderatorin Pinar Atalay hat sich auf die Suche nach der wahren Geschichte gemacht, die hinter der Verhaftung und Entlassung von Deniz Yücel steckt. Sie hat den Journalisten zu einem mehrtägigen Interview getroffen. Sie sprach auch mit dem damaligen Außenminister Sigmar Gabriel , mit der Führungsriege des Springer-Verlages und vielen weiteren Personen, die sich für die Freilassung des Journalisten engagierten.
Die Verhaftung von Deniz Yücel führte zu diplomatischen Verwerfungen zwischen Deutschland und der Türkei. Neben all den politischen Aktivitäten hinter den Kulissen gab es eine öffentlichkeitswirksame Solidaritätswelle in Deutschland. Der Freundeskreis Free Deniz fuhr mit Autokorsos durch deutsche Städte, veranstaltete Lesungen und Konzerte.
Wie kompliziert die Situation war, wissen einige von denen, die an einer diplomatischen Lösung beteiligt waren. Immer wieder berichten sie in vertraulichen Gesprächen, dass der Springer-Verlag frühzeitig vor einer drohenden Inhaftierung seines Journalisten gewarnt worden sei. Und dass man angesichts seiner beiden Staatsangehörigkeiten nur wenig für ihn tun könne. Dennoch habe der Verlag ihn nicht endgültig aus der Türkei abgezogen. Der Springer-Verlag bestreitet dies, betont, alles in Absprache mit dem Auswärtigen Amt entschieden zu haben.
Abgeschlossen ist der Fall Yücel noch lange nicht. Der Journalist ist zwar frei, bleibt aber weiter in der Türkei angeklagt. Ihm drohen mehrere Jahre Haft. Wird er jemals als freier Mann in die Türkei zurückkehren können?


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