Denkmäler der Ewigkeit

  • Die Hagia Sophia wurde als Kirche gebaut und 1453, als die Osmanen Konstantinopel eroberten, zur Moschee umgewandelt. Vergrößern
    Die Hagia Sophia wurde als Kirche gebaut und 1453, als die Osmanen Konstantinopel eroberten, zur Moschee umgewandelt.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Es ist ein Wunder, dass die gigantische Kuppel der Hagia Sophia bis heute auf ihren Pfeilern thront: Istanbul wurde auf einer sehr aktiven seismischen Verwerfung errichtet. Vergrößern
    Es ist ein Wunder, dass die gigantische Kuppel der Hagia Sophia bis heute auf ihren Pfeilern thront: Istanbul wurde auf einer sehr aktiven seismischen Verwerfung errichtet.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Die im 6. Jahrhundert errichtete Basilika Hagia Sophia ist eine der eindrucksvollsten Bauten, die je vom Menschen geschaffen wurde. Vergrößern
    Die im 6. Jahrhundert errichtete Basilika Hagia Sophia ist eine der eindrucksvollsten Bauten, die je vom Menschen geschaffen wurde.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Das auffŠlligste Element der Hagia Sophia ist ihre monumentale Zentralkuppel. Vergrößern
    Das auffŠlligste Element der Hagia Sophia ist ihre monumentale Zentralkuppel.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Irvin Cemil Schick, Kunsthistoriker an der Istanbul Süehir UniversitŠt in Istanbul, in der Hagia Sophia Vergrößern
    Irvin Cemil Schick, Kunsthistoriker an der Istanbul Süehir UniversitŠt in Istanbul, in der Hagia Sophia
    Fotoquelle: ARTE France
Report, Archäologie
Denkmäler der Ewigkeit

Infos
Synchronfassung, Originalvertonung
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2013
arte
So., 01.07.
15:10 - 16:45
Hagia Sophia


Die 537 eingeweihte Basilika Hagia Sophia in Istanbul ist ein architektonisches Meisterwerk mit wechselvoller Geschichte. Eintausend Jahre lang war sie die größte Kirche der Welt und das religiöse und symbolische Zentrum des ersten großen christlichen Reiches: Byzanz. Bis zur Eroberung Konstantinopels war die Hagia Sophia das größte Gotteshaus der Christenheit. Nach der Eroberung Konstantinopels 1453 wandelten sie die Osmanen in eine Moschee um und fügten als äußeres Kennzeichen vier Minarette hinzu. Mit der Umwandlung der Moschee in ein Museum krönte Mustafa Kemal Atatürk 1934 schließlich seine laizistische Revolution. Als bei den damaligen Renovierungsarbeiten unter osmanischen Verzierungen sehr wertvolle Mosaike aus der byzantinischen Zeit freigelegt wurden, keimte das Interesse für die byzantinische Kunstgeschichte wieder auf.
Es kommt einem Wunder gleich, dass die gigantische, etwas mehr als 50 Meter hohe Kuppel der Hagia Sophia bis heute auf ihren Pfeilern thront und ihre Kunstschätze die Jahrhunderte überdauerten, denn Istanbul wurde auf einer sehr aktiven seismischen Verwerfung errichtet. Experten rechnen in den nächsten 20 Jahren mit einem großen Beben. Daher erforscht ein internationales Team, bestehend aus Architekten, Seismologen und Ingenieuren, die Erdbebensicherheit des Gebäudes. Sie hoffen, dabei auch versteckte Schwachstellen zu finden, um den Bau entsprechend zu stabilisieren und ihn für zukünftige Generationen zu erhalten.
Die Hagia Sophia zeugt von einer faszinierenden Geschichte. Und möglicherweise hat der byzantinische Monumentalbau noch längst nicht alle Kunstschätze freigegeben, die noch in ihm ruhen. Konservative Muslime fordern heute die Rückumwandlung der Hagia Sophia in ein islamisches Gotteshaus. Ob sie Museum bleibt oder Moschee wird, ist umstritten. Bis heute hat die Hagia Sophia ihren großen politisch-religiösen Symbolcharakter nicht verloren.


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