An den 18. Juni 1988 erinnert sich Andrew Fletcher, Keyboarder der britischen Band Depeche Mode, noch als sei es erst gestern gewesen: "Es war eine der erstaunlichsten Tourneen, die ich je erlebt habe, und ein Wendepunkt für die alternative Musik in den USA. Dieses Konzert im Rose Bowl war das erste, bei dem ein alternativer Radiosender eine große Show bis auf den letzten Platz ausverkaufen konnte." "Die Tournee und der Film waren unheimlich wichtig, gerade für die Art und Weise, wie die Band wahrgenommen wird", meint auch der kreative Kopf der Band, Martin Gore, "wir waren ja schon eine Weile dem Durchbruch nah, gerade in Amerika. Bei der Tournee 1988 spielten wir zum ersten Mal in den ganz großen Stadien, und da hob die Band dann so richtig ab." Und Frontmann Dave Gahan bestätigt: "Ich kann mich noch erinnern, wie ich nach diesem Konzert in der Garderobe saß und einfach losheulte. Es war alles so emotional." Mit dem 101. und letzten Konzert ihrer "Music for the Masses"-Tournee schrieben Depeche Mode Musikgeschichte. Das Ereignis wurde vom renommierten Dokumentarfilmer-Trio D. A. Pennebaker, Chris Hegedus und David Dawkins filmisch festgehalten und gelangte später in die Kinos. Der Livemitschnitt "101" avanciert dagegen zum Klassiker. Pennebakers meisterhaft inszenierter Film erlaubt rare Einblicke in das Tourgeschehen und zeigt die ganz besondere Beziehung von Depeche Mode zu ihren Fans.